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  • 2013

  • Znoj, Hansjörg (2013): Die Kunst und Wissenschaft der Psychotherapie. Orig.-ausg., 1. Aufl.. Bern: Huber

    Abstract: Die Gestaltung der psychotherapeutischen Beziehung als Spiegel der Identität in sozialen Beziehungen und die Rolle der Psychotherapie als Element der modernen Gesellschaft werden erörtert. Nach einer Beschreibung zweier möglicher alternativer Modelle von Psychotherapie (als technisches Verfahren oder als heilende Beziehung) werden Auswirkungen von persönlichen Beziehungen zu "significant others" auf die soziale Integration und das individuelle Wohlbefinden beschrieben. Dabei wird insbesondere auf D. Émile Durkheims Sichtweise über die Gesellschaft als unabhängige, primäre Realität, die Notwendigkeit eines Gleichgewichts zwischen dem Kollektiv und dem Einzelnen und die energetisierende Moral der Gemeinschaft eingegangen. Vor diesem Hintergrund wird eine therapeutische Beziehungsgestaltung beschrieben, die personale Gemeinschaft und Solidarität ermöglicht und damit die Voraussetzung für eine aktive Bewältigung schafft. zitiert von 4

  • 2002

  • Retzer, Arnold (2002): Passagen - systemische Erkundungen. Stuttgart: Klett-Cotta. Online verfügbar unter http://www.socialnet.de/rezensionen/isbn.php?isbn=978-3-608-94037-4

     

    Abstract: Die Prinzipien systemischer Therapie, ihre Anwendungsgebiete und -verfahren sowie die philosophischen Hintergründe und Implikationen systemischen Denkens - das sind die zentralen Anliegen dieses Werkes. Der Autor diskutiert die Fragen der Funktion von Sprache und Zeit in der Psychotherapie und ihre Rolle als Methode, mit der Veränderungsprozesse in Gang gebracht werden. Wie wird eigentlich in der systemischen Therapie kommuniziert, in welchen Zeiträumen und Zeitsettings verläuft die Therapie, welche Zeitkonzepte, welche Vorstellungen und Verfahrensweisen zur Erzeugung von Veränderung werden zugrunde gelegt? Ausgehend von diesen konzeptuellen und praktischen Grundlegungen der modernen Psychotherapie werden dann unterschiedlichste klinische und gesellschaftlich-kulturelle Phänomene beschrieben, erklärt und bewertet: Krankheit, Gewalt, Suizid, Ethik, Identität und Risiko.

  • 1997

  • Rudolf, Gerd (1997): Enttäuschung — ein affektives Muster und seine klinische Bedeutung. In: Zeitschrift für Psychosomatische Medizin und Psychoanalyse 43 (2), S. 101-118

    Abstract: The affective pattern of disappointment, which is hardly ever mentioned in psychology of emotions, plays an important role in psychotherapy. Based on a survey of 220 out-patients from a psychosomatic clinic this article first describes the emotional and interactional aspects of the process of being disappointed and its frequency, before breaking down the patient's subjective experience in a qualitative evaluation. disappointments regarding expectations of important others and of oneself, especially in the case when achievement efforts or love relationships fail, or specific burdening family experiences are of special significance. Disappointment and coping with it are interpreted psychodynamically as a process. The clinical significance of this is shown with the psychodynamics of somatisation disorders. Remarks on coping psychotherapeutically with the topic of disappointment conclude the article. Das in der Emotionspsychologie kaum erwähnte affektive Muster der Enttäuschung spielt in der Psychotherapie eine wichtige Rolle. Auf der Grundlage einer Befragung von 220 ambulanten Patienten einer Psychosomatischen Klinik beschreibt der vorliegende Beitrag zunächst die emotionalen und interaktionellen Aspekte des Enttäuschungsgeschehens und ihre Häufigkeit, ehe er in einer qualitativen Auswertung das subjektive Erleben der Patienten aufschlüsselt. Von besonderer Bedeutung sind Enttäuschungen bezüglich der an wichtige Andere und an die eigene Person gerichteten Erwartungen, speziell des Scheiterns in Leistungsbemühungen und in Liebesbeziehungen sowie spezifisch belastender familiärer Erfahrungen. Enttäuschung und ihre Verarbeitung werden als ein prozeßhaftes Geschehen psychodynamisch interpretiert. Die klinische Bedeutung dieses Vorgangs wird an der Psychodynamik der Somatisierungsstörung aufgezeigt. Hinweise auf die psychotherapeutische Bearbeitung der Enttäuschungsthematik schließen den Beitrag ab. zitiert von 5

  • 1996

  • Lichtenberg, Joseph D.; Lachmann, Frank; Fosshage, James (1996): Werte und moralische Haltungen. In: Psyche (50), S. 407-443. Online verfügbar unter http://www.psyche.de

     

    Abstract: Der Stellenwert von Werten und moralischen Haltungen wird aus psychoanalytischer Sicht erörtert. Einleitend wird darauf hingewiesen, dass S. Freud zwar noch davon ausgehen konnte, dass das Moralische sich von selbst versteht, wohingegen die heutige Psychoanalyse den Stellenwert von moralischen Haltungen und Werten als integralen Bestandteil jeglicher Erfahrung und Interaktion problematisiert. Anhand von Beispielen wird deutlich gemacht, wie Werte und moralische Haltungen sich in den motivationalen Systemen äußern, wobei insbesondere die im zweiten Lebensjahr auftauchende altruistische Orientierung und das Erleben von Schuld und/oder Scham ausführlich dargelegt werden. Es zeigt sich, dass bei der Ausformung von moralischen Haltungen und Werten weniger die Eltern, sondern vielmehr die Alters- und Geschwistergruppen und schließlich auch Geschlechtsunterschiede eine entscheidende Rolle spielen. Abschließend wird anhand von zwei Fallvignetten demonstriert, wie Wert- und Moralvorstellungen von Analytiker und Analysand die analytische Interaktion mitbestimmen. Es wird eine Technik des "Tragens von Attributionen" seitens des Analytikers befürwortet, durch die eine Exploration unterschwelliger Moral- und Wertvorstellungen beider Interaktionspartner möglich wird. zitiert von: 17

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