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  • 2012

  • Becker, Julia C.; Swim, Janet K. (2012): Reducing Endorsement of Benevolent and Modern Sexist Beliefs. In: Social Psychology 43 (3), S. 127-137. DOI: 10.1027/1864-9335/a000091

    Abstract: In two experiments, the present research identifies basic mechanisms for reducing endorsement of benevolent and modern sexist beliefs. Responses to attitudinal measures and a collective action measure on policy beliefs in Study 1 (N = 164) as well as to dating profiles in Study 1 and Study 2 (N = 159) support the hypothesis that endorsement of benevolent sexist beliefs can be reduced by providing information about its harmful consequences. Moreover, women and men become more aware of the full scope of gender discrimination and reduce their endorsement of modern sexist beliefs when they are provided with information about the harmful nature and pervasiveness of benevolent sexism. Theoretical implications regarding the linkage between benevolent and modern sexist beliefs and practical implications for reducing sexism are discussed.

  • 2009

  • Genkova, Petia (2009): Diskriminierung ist zu bekampfen! Genderforschung als kritischer Schwerpunkt politischer Psychologie. In: Psychoscope 30 (6), S. 12-15

    Abstract: Es wird eine kurze Einfuhrung in die Genderforschung gegeben. Formen des Sexismus sowie individuelle Handlungsoptionen und Dilemmata im demokratischen Gleichstellungsprozess werden beschrieben. Dabei stehen Moglichkeiten der Veranderung von Stereotypen im Vordergrund.

  • 2008

  • Becker, Julia Christina (2008): Women's internalization of sexism: Predictors and antidotes. Dissertation. Universität Marburg, Marburg, zuletzt geprüft am 29.05.2018

    Abstract: Sexistische Inhalte werden nicht nur von Männern unterstützt, sondern auch von vielen Frauen befürwortet. In der vorliegenden Dissertation wurde zunächst der Frage nachgegangen, wie sowohl die unterschiedliche Zustimmung zu Sexismus als auch unterschiedliches Engagement gegen Sexismus von Frauen erklärt werden kann. Daran anschließend wurde untersucht, welche Möglichkeiten es gibt, die Zustimmung zu subtilem Sexismus bei Frauen und Männern zu reduzieren. Es wurde berücksichtigt, dass Frauen sich darin unterscheiden, wie stark sie sich mit der Geschlechtskategorie identifizieren und dass sie unterschiedliche Inhalte mit der Geschlechtskategorie - "progressive" versus "traditionelle" Inhalte - verknüpfen können. Durch die Kombination der Dimensionen Stärke und Inhalt der Identifikation wurde das ,Gender Identity Model" entwickelt, auf dessen Grundlage folgende Hypothesen formuliert wurden: Frauen, die sich stark mit der Kategorie Frau identifizieren und gleichzeitig traditionelle Inhalte mit dieser Kategorie verknüpfen, sollten im Vergleich zu denjenigen, die ebenfalls stark identifiziert sind, aber progressive Inhalte mit der Kategorie verbinden, allen Formen von Sexismus eher zustimmen und sich nicht für eine Veränderung des Status quo einsetzen. Im Gegensatz dazu sollte sich bei niedrig identifizierten Frauen kein Unterschied zwischen denjenigen, die progressive und denjenigen, die traditionelle Inhalte mit der Kategorie Frau verknüpfen, in der Zustimmung zu Sexismus zeigen. Operationalisiert wurde der Inhalt der Identifikation mit der individuellen Geschlechtsrollenpräferenz einer Frau. In einer ersten korrelativen Studie konnten die Hypothesen bestätigt werden. Zwei zusätzliche Experimente lieferten experimentelle Evidenz für die kausale Richtung des Gender Identity Models. Im zweiten Teil der Dissertation wurden Möglichkeiten der Reduktion von Sexismus untersucht. In drei Experimenten wurden die Hypothesen getestet, dass (1) die Akzeptanz von modernem Sexismus durch ein erhöhtes Bewusstsein für die Prävalenz von Sexismus verringert werden kann und (2) die Akzeptanz von benevolentem Sexismus durch erhöhtes Wissen über die negativen Konsequenzen des scheinbar "positiven" Sexismus reduziert werden kann. In einem ersten Experiment wurde zunächst untersucht, ob eine erhöhte Aufmerksamkeit für Sexismus im Alltag zu veränderten Einstellungen führt. Um die Aufmerksamkeit für Sexismus im Alltag zu erhöhen, wurde US-amerikanische Studierende gebeten, eine Woche lang entweder ein strukturiertes Sexismustagebuch oder ein strukturiertes Stresstagebuch (Kontrollgruppe) auszufüllen. Es zeigte sich, dass eine erhöhte Aufmerksamkeit für Sexismus die Zustimmung zu benevolentem, modernem und Neosexismus bei Frauen abschwächen kann. In einem zweiten Experiment waren US-amerikanische Studierende aufgefordert einen von drei Informationstexten, (1) über die Prävalenz von Sexismus, (2) über die negativen Konsequenzen des scheinbar "positiven" Sexismus oder (3) über Stress im Leben von Studierenden, zu bewerten. Gemessen wurde, ob die Texte die Zustimmung zu verschiedenen Formen von Sexismus unterschiedlich beeinflussten. Es zeigte sich, dass Information über die Prävalenz von Sexismus zu einer stärkeren Ablehnung von modernem Sexismus führte, während sich Informationen über negative Konsequenzen des scheinbar "positiven" Sexismus in einer stärkeren Ablehnung von benevolentem Sexismus niederschlugen. Ergebnisse eines dritten Experiments replizierten und erweiterten die Befunde der vorangegangen Studie in einem europäischen Kontext. Es zeigte sich, dass die vorurteilsreduzierenden Effekte bei stark mit der Geschlechtskategorie identifizierten Frauen und wenig identifizierten Männern besonders groß waren. In allen drei Studien zeigte sich außerdem, dass eine erhöhte Aufmerksamkeit für die Prävalenz von Sexismus nicht nur sexistische Einstellungen veränderte, sondern ebenfalls die Tendenz zur Systemrechtfertigung verringerte.

  • 1994

  • Maase, Kaspar (1994): Spiel ohne Grenzen. Von der "Massenkultur" zur "Erlebnisgesellschaft": Wandel im Umgang mit popularer Unterhaltung. In: Zeitschrift fur Volkskunde 90 (1), S. 13-36

    Abstract: Es wird der Frage nachgegangen, wie sich das Verhaltnis der deutschen Bildungsschichten zur popularen Unterhaltung seit den 50er Jahren gewandelt hat. Dabei wird von einer Abwertung popularer Unterhaltung im herrschenden Diskurs der Bundesrepublik als "Massenkultur" bis weit in die 60er Jahre ausgegangen. Dagegen wird heute das Paradigma einer "Gesellschaft der Lebensstile" als dominierend beobachtet, in dem uberkommene Hierarchisierungen zwischen "hoher" und "niedriger" Kultur als gegenstandslos bezeichnet werden. Es wird die These entwickelt, dass in diesem Wandel ein veranderter Habitus der jungeren Generation von Akademikern zum Ausdruck kommt. Es wird ausgefuhrt, dass sie auf der Suche nach spannenden und genussreichen Erlebnissen Vergnugungen in ihren Lebensstil aufnehmen, die fruher als "gewohnlich" galten, und dass mit der gewandelten Praxis sich auch die Legitimationsstrategien andern, so dass populare Unterhaltung aufgewertet wird. In den Unterschichten wird als Reaktion darauf eine Zuwendung zu Formen der Unterhaltung festgestellt, die als "ausserst geschmacklos" gelten, wodurch die Grenzziehung zwischen herrschender und popularer Kultur wieder "von unten" markiert wird. Als Beispiel werden Wrestling, Bereiche des Motorsports und Tatowierung genannt. zitiert von 37

  • 1990

  • Reuband, Karl-Heinz (1990): Veränderungen im moralischen Urteil und Sanktionsverlangen der Bundesbürger seit 1970 : Eine empirische Bestandsaufnahme. In: Kriminologisches Journal (22), S. 284-297

    Abstract: Die Hypothese, dass die Bandbreiten des moralisch Zulässigen gestiegen seien und eine Zunahme der tolerierten Normabweichungen in der Bundesrepublik Deutschand eingetreten sei, wird anhand der Zusammenfassung empirischer Befunde über Veränderungen im moralischen Urteil und Sanktionsverlangen der Bundesbürger seit 1970 überprüft. Die Basis bilden Replikationsstudien zu einer 1970 durchgeführten Studie, die 1982 und 1987 in Form repräsentativer Umfragen realisiert wurden. Erhoben wurden jeweils die moralische Beurteilung und das Sanktionsverlangen für eine Reihe konkret formulierter Delikte. Die Befunde zeigen, dass es im Bereich der Beurteilung abweichender Verhaltensweisen seit 1970 in der Bundesrepublik keinen allgemeinen Wertewandel gegeben hat. Auch wenn manche der Delikte untereinander korreliert sind, so weisen sie doch eigene, spezifische Komponenten und eine eigene Entwicklung auf. Betont wird, dass moralisches Urteil und Strafverlangen zwar bei den meisten Delikten parallel gehen, dass sie aber bei einem Teil der Delikte divergieren. Es wird gefolgert, dass das normative Klima in der Bevölkerung gegenüber Abweichungen nur durch die Kombination dieser beiden Dimensionen angemessen erfasst werden kann. zitiert von: 14

  • 1982

  • Kirchler, Erich; Brandstatter, Hermann (1982): Einstellungsanderung in Abhangigkeit von Ahnlichkeit, Freundlichkeit, Kompromissbereitschaft und Geschlecht des Diskussionspartners. In: Zeitschrift fur Experimentelle und Angewandte Psychologie 29 (3), S. 417-441

    Abstract: In a dyadic discussion on a decision problem 189 subjects exchanged persuasive arguments and friendly or unfriendly remarks with a partner simulated by a computer program in a 2x2x2x2-design (similar/dissimilar, friendly/unfriendly, feedback on partner's yielding/resisting after the first half of discussion, male/female). For the first part of the discussion it was predicted that similar and friendly partners will be more influential than dissimilar and unfriendly ones, and that unfriendliness of a similar partner will diminish his influence to a higher degree than unfriendliness of a dissimilar partner. None of the predictions were supported by the data. For the seond part of the discussion it was predicted that the partner's willingness to compromise will increase his influence; this was expected to be most prominent with similar and friendly partners. This hypothesis proved to be valid for females only. The unexpected higher order interactions suggest that in social interaction women follow strategies different from those relevant for men. Die Bedeutung von Ahnlichkeit, Freundlichkeit und Kompromissbereitschaft des Diskussionspartners fur Einstellungsanderungen im Diskussionsverlauf wird untersucht. 189 Versuchspersonen tauschten uber Computer-Terminals Argumente und mehr oder weniger freundliche Bemerkungen mit einem simulierten Partner aus, um gemeinsam ein Entscheidungsproblem zu losen. Jede Versuchsperson war einer der 16 Versuchsbedingungen des 2x2x2x2-Versuchsplans zugeordnet. (Partner: ahnlich/unahnlich, freundlich/unfreundlich, kompromissbereit/nicht kompromissbereit gemass Ruckmeldung nach der ersten Diskussionshalfte, Versuchsperson: maennlich/weiblich.) Fur die erste Halfte der Diskussion war vorhergesagt, dass sowohl ein ahnlicher als auch ein freundlicher Partner mehr Einfluss hat als ein unahnlicher und unfreundlicher, und dass sich Unfreundlichkeit eines ahnlichen Partners starker einflussmindernd auswirkt als Unfreundlichkeit eines unahnlichen Partners. Keine dieser Vorhersagen wurde bestatigt. Fur den zweiten Teil der Diskussion war erwartet worden, dass sich Kompromissbereitschaft einflussfordernd auswirkt, und dies insbesondere mit ahnlichen und freundlichen Partnern. Diese Hypothese bestatigte sich nur bei den weiblichen Versuchspersonen. Die unerwarteten Wechselwirkungen hoherer Ordnung lassen vermuten, dass Frauen und Manner in der sozialen Interaktion unterschiedliche Ziele und Strategien verfolgen. zitiert von 5

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