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  • 2016

  • Wirth, Hans-Jürgen (2016): Männer und Macht - Frauen und Macht. In: Psychoanalytische Familientherapie 17 (1), S. 53-66

    Abstract: Geschlechtsunterschiede im Umgang mit Macht werden beleuchtet. Nach einer persönlichen Positionierung im Diskurs über Autorität und Macht auf der Grundlage von Erfahrungen der "antiautoritären Generation" in der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Autoritäten wird der enge Zusammenhang von Narzissmus, Macht und antisozialem Verhalten thematisiert. Auf dieser Grundlage wird der Problematik des Machtmissbrauchs nachgegangen, der am Beispiel von antisozialen Persönlichkeitsstörungen, Gewaltkriminalität und sexueller Gewalt illustriert wird. Anhand der bei Männern deutlich häufiger vorkommenden Formen des Machtmissbrauch wird verdeutlicht, wie Macht Männer stärker als Frauen dazu verleitet, ihrem malignen Narzissmus freien Lauf zu lassen und ihre narzisstische Selbst- und Weltsicht in der Realität zu bestätigen.

  • 2008

  • Zdun, Steffen (2008): Die Rechtfertigung abweichenden Verhaltens von Heranwachsenden im sozialen Kontext. In: Soziale Probleme 19 (2), S. 194-218. Online verfügbar unter https://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/document/24470/1/ssoar-soziprobleme-2008-2-zdun-die_rechtfertigung_abweichenden_verhaltens_von_194-218.pdf

     

    Abstract: 'Der Beitrag behandelt die von der Neutralisationsforschung weitgehend vernachlässigte Fragestellung, inwiefern Rechtfertigungen sich selbst und verschiedenen Umfeldern (Freunde und Eltern) gegenüber sowie bei bestimmten Vergehen variieren. Die quantitative Studie ist dabei auf das Rechtfertigungsverhalten von Heranwachsenden aus sozial benachteiligten Stadtgebieten zugeschnitten, die vielfach durch Vergehen der Straßenkriminalität auffallen. Es zeigen sich etliche Konsistenzen und Inkonsistenzen im Rechtfertigungsverhalten gegenüber den verschiedenen Umfeldern, die sowohl auf eine teilweise Anerkennung von Gewaltdelikten der Eltern in diesem Milieu hindeuten als auch auf eine Scham des Individuums bei anderen Delikten.' (Autorenreferat) zitiert von 3

  • 2003

  • Lamnek, Siegfried; Boatcâ, Manuela (2003) : Geschlecht, Gewalt, Gesellschaft In: Lamnek, Siegfried: Otto-von-Freising-Tagungen der Katholischen Universität Eichstätt: Geschlecht, Gewalt, Gesellschaft: Opladen; Opladen: Leske + Budrich (Otto-von-Freising-Tagungen der Katholischen Universität Eichstätt)

    Abstract: Die Beiträge zur interdisziplinären Fachtagung "Geschlecht, Gewalt, Gesellschaft", die vom 3. bis 5. Juli 2003 vom Lehrstuhl für Soziologie II an der Katholischen Universität Eichstätt veranstaltet wurde, werden dokumentiert. - Inhalt: (A) Einführung. (1) M. Boatca und S. Lamnek: Gegenwartsdiagnosen zu Gewalt im Geschlechterverhältnis. - (B) Zum sozio-kulturellen Kontext von Gewalt. (2) M. Meuser: Gewalt als Modus von Distinktion und Vergemeinschaftung. Zur ordnungsbildenden Funktion männlicher Gewalt. (3) M. Boatca: Kulturcode Gewalt. (4) J. Kersten: "Gender and Crime". Die Tragweite kulturübergreifender Ansätze. (5) M. Riekenberg: Stichwort über Gewaltkulturen und Narrativität in Lateinamerika. (6) G. Smaus: Die Mann-von-Mann-Vergewaltigung als Mittel zur Herstellung von Ordnungen. (7) M. Bereswill: Gewalt als männliche Ressource? Theoretische und empirische Differenzierungen am Beispiel junger Männer mit Hafterfahrungen. - (C) Genderperspektiven und Gewaltdiskurse. (8) S. Scheerer und N. Schuhmacher: Witz, Geschlecht, Gewalt - am Beispiel von Terrorismus-Witzen. (9) R. Ottermann: Geschlechterdividenden in Gewaltdiskursen. (10) M. Bock: "Natürlich nehmen wir den Mann mit". Über Faktenresistenz und Immunisierungsstrategien bei häuslicher Gewalt. (11) U. Popp: Das Ignorieren "weiblicher" Gewalt als "Strategie" zur Aufrechterhaltung der sozialen Konstruktion von männlichen Tätern. - (D) Jugendgewalt im Geschlechterverhältnis. (12) K. Bruhns: Mädchen in gewaltbereiten Jugendgruppen: Gewaltbereitschaft als Geschlechterkonstruktion. (13) G. Heiland: Aktionsmächtige Girls. (14) K. Boers und A. Pöge: Wertorientierungen und Jugenddelinquenz. (15) D. Oberwittler: Geschlecht, Ethnizität und sozialräumliche Benachteiligung. Überraschende Interaktionen bei sozialen Bedingungsfaktoren von Gewalt und schwerer Eigentumsdelinquenz von Jugendlichen. (16) H. Lukesch: Das Weltbild des Fernsehens. Ausgewählte Ergebnisse einer inhaltsanalytischen Studie zu geschlechtsspezifischen Aggressivitäts- und Prosozialitätsdarstellungen im Fernsehen. (17) M. Walter: Probleme einer kriminalpolitischen Gewalttäter-Typisierung: das Beispiel jugendlicher "Intensivtäter". - (E) Gewalt in und außerhalb von (Intim-) Partnerschaften. (18) J. Gemünden: Gewalt in Partnerschaften im Hell- und Dunkenfeld. Zur empirischen Relevanz der Gewalt gegen Männer. (19) D. Hermann: Gewalttätige Männer und gewaltlose Frauen? Eine kultursoziologische Erklärung geschlechtsspezifischer Unterschiede. (20) B. Krahé: Aggression von Männern und Frauen in Partnerschaften: Unterschiede und Parallelen. (21) J. Mansel: Die Selektivität strafrechtlicher Sozialkontrolle. Frauen und Delinquenz im Hell- und Dunkelfeld, als Opfer und Täter, als Anzeigende und Angezeigte. (22) H. Peters: Ist sexuelle Gewalt schlimmer geworden? Versuch einer definitionstheoretisch begründeten Antwort. (23) H. Kury: Wie werden Opfer von Straftaten gesehen? (24) K. Liebl: Gewalterfahrung und Gewaltentstehung im Polizeialltag. Eine geschlechtsspezifische Untersuchung. - (F) Prävention und Praxis. (25) D. Marth: Frauenhandel - Möglichkeiten der Prävention? (26) S. Lamnek: Sex und Crime - Prostitution und Menschenhandel. (27) U. Auer und Mitarbeiter: Qualitative and quantitative Untersuchung forensischer Gutachten bei Sexualstraftaten. (28) J. Müller: Kinder, Frauen, Männer - Gewaltschutz ohne Tabus.

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