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2005
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(2005) : Macht und Geschlecht in Organisationen In: Haubl, Rolf: Gruppenanalytische Supervision und Organisationsberatung: Eine Einführung: Orig.-Ausg: Gießen: Psychosozial-Verl. (Edition Psychosozial), S. 79-98
Abstract: Im Kontext von Organisationsberatung und Supervision wird die Bedeutung von Macht und Geschlecht in Organisationen erörtert. Dabei wird zunächst eingegangen auf Organisationsmythen, männerbündische Organisationen, frühere und derzeitige Geschlechterarrangements im Berufsleben sowie Formen und Ausprägungen der Geschlechterunterordnung in Unternehmen. Es wird auf folgendes Paradoxon hingewiesen: Obwohl in vielen Unternehmen ein Wandel der existenten Macht- und Geschlechterverhältnisse angestrebt wird, führen diese Bestrebungen andererseits meist nicht zu einem Abschied von der männlich dominierten Organisation. Welche skurrile Ausformungen dieses Paradoxon und damit verwandte Paradoxien in Organisationen annehmen können und wie sich in supervisorischen Arbeitsprozessen niederschlagen, wird anschließend an einem Fallbeispiel aus der eigenen Supervisionspraxis verdeutlicht. Dann wird der Frage nachgegangen, wie Frauen in Autoritäts- und Leitungspositionen mit der Sexualisierung von Arbeitsbeziehungen und der Scham der Männer umgehen und wie sie auf diese Übertragungsangebote reagieren. Als ein zentraler Aspekt der Organisationssupervision wird die Frage gesehen, ob und inwieweit es gelingt, die Schwäche, Scham und Kränkung der Männer ebenso wie die Potenz und die Macht der Frauen zu ertragen.
2002
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(2002) : Rituale in Organisationen In: Welter-Enderlin, Rosmarie: Rituale - Vielfalt in Alltag und Therapie: 1. Aufl.: Heidelberg: Carl-Auer-Systeme-Verl., S. 184-210
Abstract: Diskutiert wird über den Stellenwert und die Notwendigkeit von Ritualen in Organisationen, wobei Rituale als eine besondere Form der symbolischen Kommunikation verstanden werden. Reflexionen der eigenen Haltung gegenüber Ritualen werden durch die Betrachtung von deren geschichtlicher Bedeutung ergänzt. Die nachfolgenden theoretischen Ausführungen knüpfen an die Ritualtheorie von Mary Douglas sowie die Konzeption elaborierter und restringierter Sprachcodes von Basil Bernstein an. Organisationen werden demnach als eigenständige Kulturen mit unterschiedlichen Dimensionen sozialer Wirklichkeit beschrieben, welche unterschiedlichen internen und externen kommunikativen Anforderungen ausgesetzt sind und sich der Rituale unter anderem aus Gründen der Komplexitätsreduktion bedienen. Abschließend werden einige praxisbezogene Überlegungen zum Einsatz von Ritualen in Supervision und Organisationsberatung angestellt und an Beispielfällen illustriert.
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(2002): Die Entwicklung organisatorischer Regeln im Zeitverlauf. In: KOLNER ZEITSCHRIFT FUR SOZIOLOGIE UND SOZIALPSYCHOLOGIE 42 (Sonderheft), S. 119-150
Abstract: Organisatorische Regeln und ihre Veranderungen im Zeitverlauf sind ein neuartiger Untersuchungsgegenstand, dem in letzter Zeit eine wachsende Aufmerksamkeit im Bereich der Forschung zum organisationalen Lernen entgegengebracht wurde. Die Erforschung der Entwicklung organisatorischer Regeln ermoglicht es, wesentliche Mechanismen des organisatorischen und sozialen Wandels aufzudecken. Dieser Aufsatz stellt das Konzept des organisatorischen Regelverlaufes dar und diskutiert die jungeren Ergebnisse der Forschung zum Wandel von organisatorischen Regeln im Zeitverlauf. Eine wesentliche Erkenntnis dieser Forschungsrichtung liegt darin, dass Regeln uberindividuelle und semiautonome Bestandteile der sozialen Ordnung sind, die in ihrer Entwicklung durch ihre eigene Geschichte und auch durch Umweltbedingungen beeinflusst werden. ( Autorenreferat) zitiert von 26
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