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  • 2016

  • Becker, Julia C.; Sibley, Chris G. (2016) : Sexism In: Nelson, Todd D.: Handbook of prejudice, stereotyping, and discrimination: Second edition: New York, NY; London: Psychology Press, Taylor & Francis Group, S. 315-336

    Abstract: Examines sexism and comments on recent research investigating various aspects of it. Concepts and findings regarding typical gender stereotypes, modern sexism, and neosexism are discussed. A particular focus is placed on the issue of ambivalent sexism and how females can be oppressed and loved at the same time through benevolent sexist beliefs such as paternalism or chivalry when based on perceived gender inequality. Sexism in romantic relationships is also addressed in depth. The author concludes with a review of the consequences of sexism and suggestions for confronting and reducing it.

  • Braun, Susanne; Hentschel, Tanja; Peus, Claudia; Frey, Dieter (2016) : Detailed Record Title: Geschlechtsunterschiede und Geschlechtsstereotype In: Bierhoff, Hans-Werner; Frey, Dieter (Hg.): Soziale Motive und soziale Einstellungen: 1. Auflage: Göttingen: Hogrefe (Enzyklopädie der Psychologie. Themenbereich C, Theorie und Forschung. Serie VI, Sozialpsychologie), S. 759-793

    Abstract: Ein Überblick über die sozialpsychologische Forschung zu Geschlechtsunterschieden und Geschlechtsstereotypen wird gegeben. Nach einleitenden Anmerkungen zur Definition von Geschlecht (biologisches versus soziales Geschlecht, Geschlechtsidentität, Geschlechtsschemata) und Geschlechtsunterschieden sowie zu häufigen Fehlannahmen in Bezug auf Geschlechtsunterschiede werden empirische Befunde zu Geschlechtsunterschieden dargestellt. Die Befunde beziehen sich auf Unterschiede zwischen Männern und Frauen in folgenden Bereichen: kognitive Fähigkeiten; Persönlichkeit; soziales Verhalten; Präferenzen; Konformität; Attributionen; sozialer Vergleich; ethisches bzw. unethisches Verhalten; hilfsbereites Verhalten; Geschlechtsunterschiede im Beruf. Anschließend werden Theorien zur Erklärung von Geschlechtsunterschieden behandelt: evolutionspsychologische Theorie; sozialer Konstruktivismus; biosoziale Theorie; soziokulturelle Theorie. Der nächst Abschnitt beschäftigt sich mit Definitionen, Wirkmechanismen und Inhalten von Geschlechtsstereotypen ("Agency" und "Communion" als fundamentale Basis der sozialen Wahrnehmung; soziale Rollentheorie nach Eagly und Kollegen; das "stereotype content model" nach Fiske und Kollegen), mit der impliziten und expliziten Messung von Geschlechtsstereotypen und mit deren Wirkung ("Women-are-wonderful"-Effekt; "Think manager, think male"-Phänomen; "Lack-of-fit"-Modell; "Backlash"-Effekt; "Double Standards"; Vorurteile gegenüber weiblichen Führungskräften; "Glass-cliff"-Phänomen). Abschließend wird auf die Anwendung der Befunde und auf Perspektiven für die zukünftige Forschung eingegangen. zitiert von 2

  • Walz Pawlita, Susanne (2016): Frauen und Macht. In: Psychoanalytische Familientherapie 17 (1), S. 39-52

    Abstract: Aus psychoanalytischer Perspektive wird die Thematik der weiblichen Macht reflektiert. Basierend auf eigenen Erfahrungen aus der Fuhrung der DGPT (Deutsche Gesellschaft fur Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie) wird eine Femininisierung weniger angesehener Positionen in der Gesellschaft diskutiert. Daruber hinaus wird auf unbewusste individuelle und kollektive Weiblichkeitskonstruktionen eingegangen, die als entscheidende Faktoren bezuglich weiblicher Macht vornehmlich die Verschrankungen odipaler und praodipaler Identifizierungen in der weiblichen Entwicklung betonen. Im Gegensatz zu diesen Theorien wird vorgeschlagen, anstelle einer Logik der Macht den Begriff der Verantwortlichkeit fur einen sozialpsychologischen und analytischen Diskurs um weibliche Macht aufzunehmen und an diesen Denkkonzepten weiterzuarbeiten.

  • 2015

  • Glick, Peter; Wilkerson, Mariah; Cuffe, Marshall (2015): Masculine identity, ambivalent sexism, and attitudes toward gender subtypes. Favoring masculine men and feminine women (PSYNDEXshort). In: Social Psychology 46 (4), S. 210-217

    Abstract: We investigated how men's masculine identification and ambivalent sexism relate to evaluations of male and female subtypes. Masculine identification correlated with positive attitudes toward male and female types that conform to traditional gender norms (i.e., masculine men, feminine women), but negative attitudes toward feminine men. However, masculine identification was not associated with negative evaluations toward other nontraditional male (stay-at-home fathers, feminist men) or with nontraditional female (masculine women, career women, and feminist women) subtypes. By contrast, hostile sexism consistently predicted negative evaluations of nontraditional female and male types, whereas benevolent sexism predicted positive evaluations of traditional female types. We suggest that masculine identification generally promotes favoritism toward traditional male and (like benevolent sexism) traditional female subtypes, rather than (as hostile sexism does) derogation toward nontraditional subtypes.

  • McCarty, Megan K.; Kelly, Janice R. (2015): Perceptions of Dating Behavior. The Role of Ambivalent Sexism. In: Sex Roles 72 (5-6), S. 237-251. DOI: 10.1007/s11199-015-0460-6

    DOI: https://doi.org/10.1007/s11199-015-0460-6 

    Abstract: This research investigates whether ambivalent sexism impacts individuals’ perceptions of what is appropriate and valued dating behavior, as these perceptions may contribute to the perpetuation of traditional dating scripts. Two hundred seventeen undergraduate students from the Midwestern United States read a gender-stereotypic, gender-counter stereotypic, or egalitarian heterosexual dating vignette. Participants made judgments of appropriateness, warmth, and competence separately for the man and woman on the date. Overall, gender stereotypic dates were evaluated most positively, consistent with previous work suggesting that dating behaviors remain gendered. Evidence of the restrictive nature of the masculine gender role was obtained. Men in egalitarian and counter-stereotypic dating scenarios were evaluated negatively in terms of warmth, competence, and appropriateness, thus potentially experiencing backlash effects. Indeed, the man in the gender counter-stereotypic con dition w as rated as less competent, warm, and appropriate than the women, but the man in the gender stereotypic condition was rated as more competent, warm, and appropriate than the woman. Consistent with predictions, those high in ambivalent sexism had more negative reactions to gender counter-stereotypic dating scenarios than those low in ambivalent sexism. However, ambivalent sexism did not predict different reactions towards gender stereotypic and egalitarian dating scenarios, and egalitarian dates were rated as most typical regardless of participants’ ambivalent sexism. Thus, greater acceptance of gender counter-stereotypic dates was observed among those low in ambivalent sexism, and even those high in ambivalent sexism were accepting of egalitarian dating practices. (PsycINFO Database Record (c) 2016 APA, all rights reserved)

  • 2014

  • Schweizer, Katinka; Brunner, Franziska; Cerwenka, Susanne; Nieder, Timo O.; Briken, Peer (Hg.) (2014): Sexualität und Geschlecht. Psychosoziale, kultur- und sexualwissenschaftliche Perspektiven. Eine Festschrift für Hertha Richter-Appelt. Unter Mitarbeit von Katinka Schweizer, Franziska Brunner, Susanne Cerwenka, Timo O. Nieder, Peer Briken, Inga Becker, Christina von Braun, Martin Dannecker, Arne Dekker, Annika Flöter, Harald J. Freyberger, Beatrix Gromus, Christina Handford, Vivian Jückstock, Uwe Koch, Susanne Krege, Silja Matthiesen, Birgit Möller, Karl-Josef Pazzini, Friedemann Pfäfflin, Konstanze Plett, Wilhelm F. Preuss, Ilka Quindeau, Rainer Richter, Volkmar Sigusch, Bernhard Strauß und Lucie G. Veith. Gießen, Lahn: Psychosozial-Verlag (Beiträge zur Sexualforschung)

  • 2012

  • Pohl, Rolf (2012): Männer - das benachteiligte Geschlecht? Weiblichkeitsabwehr und Antifeminismus im Diskurs über die Krise der Männlichkeit. In: Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik, 48 (3), S. 296-324, zuletzt geprüft am 30.05.2018

    Abstract: Überlegungen zum aktuellen "Diskurs über die Krise der Männlichkeit" werden angestellt. Dabei wird die Ansicht vertreten, dass die verbreiteten Klagen über die "Krise der Männer", die "benachteiligten Jungen" und die "entsorgten Väter" verkennen, dass Männlichkeit in männlich dominierten Kulturen und Gesellschaften grundsätzlich ein fragiles und krisenhaftes Konstrukt ist und dass die von diesem anklagenden Krisengerede bestimmten Diskurse eine rückwärtsgewandte Reaktion auf die marktradikale Verschärfung des gesellschaftlichen Krisengeländes darstellen, die immer wieder mit misogynen Schuldzuweisungen verbunden werden. Das lasse sich insbesondere an den von antifeministischen Affekten aufgeladenen Positionen radikaler Männer- und Väterrechtler nachweisen. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Überlagerung gesellschaftlicher und geschlechtlicher Ungleichheitslagen schrumpfe bei ihnen auf das manichäistische, die Welt der Geschlechterbeziehungen in "gut" und "böse" aufteilende Bild eines die Männer beherrschenden und diffamierenden "Feminats" zusammen. Die Schuld für die männliche Misere und das Leid der Jungen projektiv bei den Frauen und ihrem angeblich schädlichen Einfluss auf die Mannwerdung zu suchen, verstärke dabei die ohnehin verbreitete Weiblichkeitsabwehr. Vor diesem Hintergrund wird die daran entzündete selbsternannte "Männerbewegung" als antifeminine und antifeministische Gegenbewegung im Rahmen einer allgemeinen Remaskulinisierung der Gesellschaft interpretiert. Gerade ihr auf die Suche nach dem ,,Wesen des Mannes" fixierter Essentialismus finde bis in wissenschaftliche Kreise Anklang und Unterstützung (Hirnforschung, Sozialisationstheorie, Pädagogik, Psychoanalyse). zitiert von 14

  • 2011

  • Bischof-Köhler, Doris (2011): Von Natur aus anders. Die Psychologie der Geschlechtsunterschiede. 4., überarb. und erw. Aufl.. Stuttgart: Kohlhammer

    Abstract: Analysiert wird die aktuelle Befundlage zur Frage der Geschlechtsunterschiede aus einer Synopse kulturwissenschaftlicher, entwicklungspsychologischer und evolutionsbiologischer Perspektiven. Für die 4. Auflage wurde das Buch neu überarbeitet. - Inhalt: (1) Natur und Kultur [Die Macht der Stereotypen; der Wunsch nach Veränderung; die missverstandene Biologie]. (2) Theorien und ihre Beweiskraft [Freud und die Folgen; Dressur und Nachahmung; Kohlbergs Alternative; Stereotypen und Geschlechtsrollenverhalten; Präferenzen]. (3) Biologische Begründungen und ihre Evidenz [Die Evolution der Geschlechtsunterschiede; weibliche Strategien; geschlechtstypische Verhaltensdispositionen beim Menschen; Geschlechtsrollen im Kulturvergleich; Frauen im Kibbuz; die Entstehung von Mann und Frau; Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung; Pubertätsentwicklung]. (4) Interaktion biologischer und soziokultureller Faktoren [Männer und Frauen denken anders; Mathematik, eine Domäne der Männer?; Versuche zur Angleichung; Selbstvertrauen; Geborgenheit und Neugier; Macht und Geltung; Konkurrenz zwischen den Geschlechtern; Fürsorge und Verantwortlichkeit; moralisches Bewusstsein]. (5) Natur und Gesellschaft (6) Wie soll es weitergehen? zitiert von 160

  • 2008

  • Becker, Julia Christina (2008): Women's internalization of sexism: Predictors and antidotes. Dissertation. Universität Marburg, Marburg, zuletzt geprüft am 29.05.2018

    Abstract: Sexistische Inhalte werden nicht nur von Männern unterstützt, sondern auch von vielen Frauen befürwortet. In der vorliegenden Dissertation wurde zunächst der Frage nachgegangen, wie sowohl die unterschiedliche Zustimmung zu Sexismus als auch unterschiedliches Engagement gegen Sexismus von Frauen erklärt werden kann. Daran anschließend wurde untersucht, welche Möglichkeiten es gibt, die Zustimmung zu subtilem Sexismus bei Frauen und Männern zu reduzieren. Es wurde berücksichtigt, dass Frauen sich darin unterscheiden, wie stark sie sich mit der Geschlechtskategorie identifizieren und dass sie unterschiedliche Inhalte mit der Geschlechtskategorie - "progressive" versus "traditionelle" Inhalte - verknüpfen können. Durch die Kombination der Dimensionen Stärke und Inhalt der Identifikation wurde das ,Gender Identity Model" entwickelt, auf dessen Grundlage folgende Hypothesen formuliert wurden: Frauen, die sich stark mit der Kategorie Frau identifizieren und gleichzeitig traditionelle Inhalte mit dieser Kategorie verknüpfen, sollten im Vergleich zu denjenigen, die ebenfalls stark identifiziert sind, aber progressive Inhalte mit der Kategorie verbinden, allen Formen von Sexismus eher zustimmen und sich nicht für eine Veränderung des Status quo einsetzen. Im Gegensatz dazu sollte sich bei niedrig identifizierten Frauen kein Unterschied zwischen denjenigen, die progressive und denjenigen, die traditionelle Inhalte mit der Kategorie Frau verknüpfen, in der Zustimmung zu Sexismus zeigen. Operationalisiert wurde der Inhalt der Identifikation mit der individuellen Geschlechtsrollenpräferenz einer Frau. In einer ersten korrelativen Studie konnten die Hypothesen bestätigt werden. Zwei zusätzliche Experimente lieferten experimentelle Evidenz für die kausale Richtung des Gender Identity Models. Im zweiten Teil der Dissertation wurden Möglichkeiten der Reduktion von Sexismus untersucht. In drei Experimenten wurden die Hypothesen getestet, dass (1) die Akzeptanz von modernem Sexismus durch ein erhöhtes Bewusstsein für die Prävalenz von Sexismus verringert werden kann und (2) die Akzeptanz von benevolentem Sexismus durch erhöhtes Wissen über die negativen Konsequenzen des scheinbar "positiven" Sexismus reduziert werden kann. In einem ersten Experiment wurde zunächst untersucht, ob eine erhöhte Aufmerksamkeit für Sexismus im Alltag zu veränderten Einstellungen führt. Um die Aufmerksamkeit für Sexismus im Alltag zu erhöhen, wurde US-amerikanische Studierende gebeten, eine Woche lang entweder ein strukturiertes Sexismustagebuch oder ein strukturiertes Stresstagebuch (Kontrollgruppe) auszufüllen. Es zeigte sich, dass eine erhöhte Aufmerksamkeit für Sexismus die Zustimmung zu benevolentem, modernem und Neosexismus bei Frauen abschwächen kann. In einem zweiten Experiment waren US-amerikanische Studierende aufgefordert einen von drei Informationstexten, (1) über die Prävalenz von Sexismus, (2) über die negativen Konsequenzen des scheinbar "positiven" Sexismus oder (3) über Stress im Leben von Studierenden, zu bewerten. Gemessen wurde, ob die Texte die Zustimmung zu verschiedenen Formen von Sexismus unterschiedlich beeinflussten. Es zeigte sich, dass Information über die Prävalenz von Sexismus zu einer stärkeren Ablehnung von modernem Sexismus führte, während sich Informationen über negative Konsequenzen des scheinbar "positiven" Sexismus in einer stärkeren Ablehnung von benevolentem Sexismus niederschlugen. Ergebnisse eines dritten Experiments replizierten und erweiterten die Befunde der vorangegangen Studie in einem europäischen Kontext. Es zeigte sich, dass die vorurteilsreduzierenden Effekte bei stark mit der Geschlechtskategorie identifizierten Frauen und wenig identifizierten Männern besonders groß waren. In allen drei Studien zeigte sich außerdem, dass eine erhöhte Aufmerksamkeit für die Prävalenz von Sexismus nicht nur sexistische Einstellungen veränderte, sondern ebenfalls die Tendenz zur Systemrechtfertigung verringerte.

  • Six-Materna, Iris (2008) : Sexismus In: Petersen, Lars-Eric: Stereotype, Vorurteile und soziale Diskriminierung: Theorien Befunde und Interventionen: 1. Aufl.: Weinheim [u.a.]: Beltz PVU, S. 121-130

    Abstract: Thematisiert werden theoretische und empirische Grundlagen des Sexismus als vorurteilsbesetzte Einstellung und diskriminierende Verhaltensweise gegenüber Personen aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit. Eingegangen wird dabei auf (1) die Bedeutung der Geschlechtsvariable, (2) Geschlechterstereotype, (3) geschlechtsbezogene Einstellungen (traditioneller oder altmodischer Sexismus, moderner Sexismus, ambivalenter Sexismus, mehrdimensionale Konzeption von Sexismus). Im Weiteren werden Ergebnisse einer Studie von Glick, Diebold, Bailey-Werner und Zhu zu ambivalentem Sexismus und polarisierenden Einstellungen gegenüber Frauen berichtet. Im Rahmen der Untersuchung wurden 40 weibliche und 40 männliche Studenten gebeten, für sie persönlich relevante Subtypen von Frauen zu generieren. Insgesamt verweisen die Befunde darauf, dass im Vergleich zu nicht-sexistischen Männern sexistische Männer Frauen in Subtypen einordnen, die mit polarisierenden Bewertungen verbunden sind. Sofern sich Frauen einem "gemochten" (traditionellen) oder aber "abgelehnten" (nicht-traditionellem) Subtyp zuordnen lassen, führen ambivalente Einstellungen nicht zu konfligierenden Gefühlen und kognitiver Dissonanz, da ihnen in Abhängigkeit vom Subtyp entweder hostile oder benevolente Einstellungen entgegengebracht werden. Es wird davon ausgegangen, dass allerdings deutliche Dissonanz entsteht, wenn Frauen etwa Merkmale oder Einstellungen beider Subtypen aufweisen, was eher als Regel denn als Ausnahme erachtet wird. zitiert von 128

  • 2004

  • Tolmach Lakoff, Robin; Bucholtz, Mary (Hg.) (2004): Language and woman's place. Text and commentaries. Rev. and expanded ed.. New York: Oxford University Press. Online verfügbar unter http://site.ebrary.com/lib/academiccompletetitles/home.action

     

    Abstract: The 1975 publication of Robin Tolmach Lakoff's Language and Woman's Place, is widely recognized as having inaugurated feminist research on the relationship between language and gender, touching off a remarkable response among language scholars, feminists, and general readers. For the past thirty years, scholars of language and gender have been debating and developing Lakoff's initial observations. Arguing that language is fundamental to gender inequality, Lakoff pointed to two areas in which inequalities can be found: Language used about women, such as the asymmetries between seemingly parallel terms like master and mistress, and language used by women, which places women in a double bind between being appropriately feminine and being fully human. Lakoff's central argument that "women's language" expresses powerlessness triggered a controversy that continues to this day. The revised and expanded edition presents the full text of the original first edition, along with an introduction and annotations by Lakoff in which she reflects on the text a quarter century later and expands on some of the most widely discussed issues it raises. The volume also brings together commentaries from twenty-six leading scholars of language, gender, and sexuality, within linguistics, anthropology, modern languages, education, information sciences, and other disciplines. The commentaries discuss the book's contribution to feminist research on language and explore its ongoing relevance for scholarship in the field. This new edition of Language and Woman's Place not only makes available once again the pioneering text of feminist linguistics; just as important, it places the text in the context of contemporary feminist and gender theory for a new generation of readers.

  • 2001

  • Eckes, Thomas (2001): Ambivalenter Sexismus und die Polarisierung von Geschlechterstereotypen. In: Zeitschrift für Sozialpsychologie 32 (4), S. 235-247. DOI: 10.1024//0044-3514.32.4.235

    Abstract: Die Hypothese, dass Geschlechterstereotype in Abhängigkeit vom Ausmaß der Ambivalenz von Einstellungen gegenüber Frauen bzw. Männern unterschiedlich starke Polarisierung aufweisen, wird überprüft. Die insgesamt 191 Studierenden, die am Experiment teilnahmen, hatten zunächst auf einer Reihe von femininen und maskulinen (jeweils positiv oder negativ bewerteten) Merkmalen zwei Subkategorien einzuschätzen, einen traditionellen Frauentyp (Hausfrau) bzw. einen traditionellen Männertyp (Manager) und einen nichttraditionellen Frauentyp (Karrierefrau) bzw. einen nichttraditionellen Männertyp (Softie). Anschließend wurden ihre Einstellungen gegenüber Frauen bzw. Männern gemessen. Maße der innerdimensionalen Ambivalenz (gegensätzliche Einschätzungen auf ein und derselben Merkmalsdimension) und der kreuzdimensionalen Ambivalenz (gegensätzliche Einschätzungen auf zwei verschiedenen Dimensionen) wurden berechnet. Wie erwartet zeigten ambivalente Sexisten im Vergleich mit Nichtsexisten einen höheren Grad an Polarisierung in ihren Beurteilungen der weiblichen bzw. männlichen Subkategorien. Dies betraf sowohl die Polarisierung innerhalb einer gegebenen Dimension (Femininität bzw. Maskulinität) als auch die Polarisierung zwischen den Dimensionen. Ferner hingen Ausmaß und Richtung beider Formen von Polarisierung von der Art der jeweiligen Dimension und der betrachteten Subkategorie ab. Summary

  • Glick, Peter; Fiske, Susan T. (2001): An ambivalent alliance. Hostile and benevolent sexism as complementary justifications for gender inequality. In: American Psychologist 56 (2), S. 109-118. DOI: 10.1037/0003-066X.56.2.109

    Abstract: The equation of prejudice with antipathy is challenged by recent research on sexism. Benevolent sexism (a subjectively favorable, chivalrous ideology that offers protection and affection to women who embrace conventional roles) coexists with hostile sexism (antipathy toward women who are viewed as usurping men's power). The Ambivalent Sexism Inventory, first validated in U.S. samples, has been administered to over 15,000 men and women in 19 nations. Hostile and benevolent sexism are complementary, cross-culturally prevalent ideologies, both of which predict gender inequality. Women, as compared with men, consistently reject hostile sexism but often endorse benevolent sexism (especially in the most sexist cultures). By rewarding women for conforming to a patriarchal status quo, benevolent sexism inhibits gender equality. More generally, affect toward minority groups is often ambivalent, but subjectively positive stereotypes are not necessarily benign. (PsycINFO Database Record (c) 2016 APA, all rights reserved) Zitiert von 1323

  • Ridgeway, Cecilia L.; Kosnick, Kira; Muller, Marion (2001): Interaktion und die Hartnackigkeit der Geschlechter-Ungleichheit in der Arbeitswelt. In: KOLNER ZEITSCHRIFT FUR SOZIOLOGIE UND SOZIALPSYCHOLOGIE, S. 250-275

    Abstract: Die Geschlechterhierarchie hat sich in den westlichen Gesellschaften als erstaunlich stabil erwiesen, obwohl sich ihre ursprungliche soziale und okonomische Basis grundlegend gewandelt hat. Wie lasst sich dieses verbluffende Phanomen erklaren? Eine wesentliche Ursache sind alltagliche Interaktionsprozesse, uber die die Geschlechterordnung auch in neue institutionelle Konstellationen eingeschrieben wird. Interaktion erfordert, dass sich die Interaktionspartner gegenseitig sozial einordnen. Eine wichtige Ordnungskategorie ist dabei die Geschlechtszugehorigkeit. Die in der Regel automatisch ablaufende geschlechtliche Kategorisierung aktiviert insbesondere im Arbeitsbereich Geschlechterstereotypen, die die beruflichen Interaktionen und Identitaten beeinflussen. Geschlechterstereotypen beinhalten immer auch Vorstellungen uber den unterschiedlichen sozialen Status von Mannern und Frauen. Da solche Statusannahmen zahlebiger sind als die strukturellen Bedingungen, die ihnen ursprunglich zu Grunde lagen, schreiben sie sich auch in neue Organisationsformen ein. Die geschlechtliche Kategorisierung fuhrt zudem zu geschlechtsselektiven Vergleichsmassstaben mit der Folge, dass Frauen und Manner unterschiedliche Erwartungen und Anspruche entwickeln. Diese Interaktionsprozesse stabilisieren die Geschlechterhierarchie am Arbeitsplatz, indem sie die geschlechtliche Etikettierung von Berufen begunstigen, Individuen als geschlechtsinteressierte Akteure konstruieren, bei Arbeitgebern zu diskriminierenden Praferenzen fuhren und die Selbsteinschatzung von Mannern und Frauen pragen und damit auch ihre Bereitschaft, sich mit ihrer Situation zufrieden zu geben. (Autorenreferat) zitiert von 139

  • 1999

  • Tannen, Deborah (1999): Lass uns richtig streiten. Vom Wortgefecht zum Dialog. Original: The argument culture. Moving from debate to dialogue.. 1. Aufl.. München: Goldmann

    Abstract: Es wird die Eingangsthese formuliert, dass die westliche Gesellschaft zunehmend von einer Streitkultur durchdrungen ist. Als Resultat wird eine kriegerische Atmosphäre konstatiert, die oftmals mehr Probleme schafft, denn löst. Wie tief ein solches Frontdenken im Kopf jedes einzelnen verankert ist und wie dadurch ein kreatives Denken behindert wird, wird nun aufzuzeigen versucht. Dem werden alternative Umgangsformen mit Meinungsverschiedenheiten in anderen Kulturen gegenübergestellt. Schließlich werden Anregungen gegeben, neue Modelle entwickeln, die zu einem besseren gegenseitigem Verständnis und damit letztlich zu einer Problemlösung beitragen sollen.

  • 1992

  • Günthner, Susanne (1992): Sprache und Geschlecht: Ist Kommunikation zwischen Frauen und Männern interkulturelle Kommunikation?. In: Linguistische Berichte, S. 123-143

    Abstract: Ausgehend von der Diskussion über die "interkulturelle Kommunikation zwischen Männern und Frauen" wird ein Überblick über den linguistischen Erkenntnisstand zum Zusammenhang von Sprache und Geschlecht gegeben. Dabei wird auf der Grundlage vorliegender Studien gezeigt, dass in der Gesellschaft keine separaten "Sprachen", die jeweils kontextübergreifend einem Geschlecht zuzuordnen sind, existieren. Kommunikationsstrategien, die in gewissen Kontexten vor allem von Frauen angewendet werden, tragen jedoch in bestimmten Kontexten zur Konstruktion von Status oder Informalität bei. Ferner lassen sich Kontextualisierungskonventionen nicht pauschal einem Geschlecht zuordnen. Die Analyse von Sprache und Geschlecht wird als Teil einer größeren Fragestellung betrachtet, nämlich der nach dem Zusammenhang von Sprache und sozialer Bedeutung. Es wird die Ansicht vertreten, dass in Interaktionen komplexe soziale Beziehungen hergestellt werden, wobei das Geschlecht eine dieser Bedeutungen ist, jedoch nicht immer die relevanteste. zitiert von 71

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