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  • 2013

  • Keller, Monika (2013) : Die Entwicklung und Förderung moralischen Denkens und moralischer Gefühle in der Kindheit In: Wagner, Petra: Handbuch Inklusion: Grundlagen vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung: 1. Ausg. der überarb. Neuausg. (3. Gesamtaufl.): Freiburg [u.a.]: Herder, S. 66-87

    Abstract: Die entwicklungspsychologische Forschung zur Entwicklung und Förderung moralischen Denkens und moralischer Gefühle in der Kindheit wird dargestellt. Zunächst wird J. Piagets Theorie der moralischen Entwicklung und deren Weiterführung in L. Kohlbergs Stufenmodell besprochen. Dann wird auf C. Gilligans Thesen einer "weiblichen" Moral sowie auf den Zusammenhang zwischen moralischen Gefühlen und Verantwortungszuschreibung eingegangen. Außerdem wird eine Typologie moralischer Gefühle vorgestellt. Anschließend wird über eine eigene Längsschnittstudie und kulturvergleichende Untersuchungen zur Entwicklung sozio-moralischer Sensibilität berichtet. Kinder und Jugendliche wurden zu einem moralisch relevanten Freundschaftsdilemma sowie auch zu einem Dilemma in der Familie befragt. Im Unterschied zu Kohlbergs Vorgehensweise ging es jedoch darum, mit den Kindern und Jugendlichen über die verschiedenen Perspektiven der Personen in dem Konflikt nachzudenken. Insgesamt bestätigten diese Untersuchungen die gleiche Entwicklungsabfolge bei allen Kindern in den verschiedenen Gesellschaften. Welche Aspekte der Situation jedoch als besonders wichtig angesehen wurden, war nicht nur vom Entwicklungsstand abhängig, sondern auch von gesellschaftlichen Bedingungen. Weitere Punkte, die besprochen werden, sind die Forschung zur moralischen Entwicklung von Kindern im frühesten Lebensalter und die Rolle der Umwelt beim sozialen Lernen.

  • 2005

  • Krettenauer, Tobias; Montada, Leo (2005) : Entwicklung von Moral und Verantwortlichkeit In: Birbaumer, Niels-Peter; Asendorpf, Jens (Hg.): Enzyklopädie der Psychologie: Soziale, emotionale und Persönlichkeitsentwicklung: [Neubearb. ab 2003]: Göttingen [u.a.]; Göttingen [u.a.]: Hogrefe, Verl. für Psychologie, Hogrefe, Verl. für Psycholgie (Enzyklopädie der Psychologie : Themenbereich C, Theorie und Forschung : Serie 5, Entwicklungspsychologie), S. 141-189

    Abstract: Ausgehend von einer Darstellung psychologischer Indikatoren der Moral (etwa Wissen über geltende Normen, Urteile über das moralisch Gebotene, normentsprechendes oder normabweichendes Verhalten, moralische Gefühle) wird der Stand der Forschung zur Entwicklung von Moral und Verantwortlichkeit aufgearbeitet. Dabei wird insbesondere auf Theorien, Konzepte und empirische Befunde zu folgenden Bereiche eingegangen: (1) Internalisierung moralischer Normen, die von der Person als verpflichtend akzeptiert werden (Konditionierungsmodelle; Normvermittlung durch Beobachtung und Identifikation; Einfluss der familialen Sozialisation; Prozesse der Selbstkonstruktion von Normen), (2) die Entwicklung moralischen Denkens (J. Piagets Theorie der Moralentwicklung; Entwicklung der Zuschreibung von Verantwortlichkeit und Schuld sowie der Verteilungsgerechtigkeit und Fairness; L. Kohlbergs Stufenmodell der Entwicklung von der egozentrischen zur universalistischen Begründung moralischer Urteile; Möglichkeiten und Grenzen der Entwicklungsförderung des moralischen Denkens; Anmerkungen zur Kritik kultureller und geschlechtsspezifischer Einseitigkeiten von Kohlbergs Theorie), (3) Zusammenhänge zwischen moralischem Urteilen und Handeln unter Berücksichtigung der Entwicklung der moralischen Motivation (Modell von J. R. Rest zu den vier Prozesskomponenten moralischer Handlungen; Beziehungen zwischen dem deontischen Urteil, dem Verantwortlichkeitsurteil und den moralischen Urteilsstufen; die Entwicklung eines "moralischen Selbst").

  • 2001

  • Dülmer, Hermann (2001): Bildung und der Einfluss von Argumenten auf das Moralische Urteil. In: KZfSS Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 53 (1), S. 1-27. DOI: 10.1007/s11577-001-0001-x

    Abstract: Die Entwicklung des moralischen Urteils verläuft Kohlberg zufolge in einer unumkehrbaren Abfolge von sechs Stufen, wobei die anfangs egozentrische Sichtweise, unter der moralische Probleme wahrgenommen werden, zunehmend durch erweiterte und integriertere Perspektiven ersetzt wird. Vor dem Hintergrund dieser Theorie wird unter Verwendung eines Vignetten-Designs anhand des exemplarisch ausgewählten Konfliktbereichs der ärztlichen Sterbehilfe untersucht, welchen Beitrag Argumente zur moralischen Rechtfertigung einer Entscheidung zu leisten vermögen. Um beurteilen zu können, welche Argumente angemessen und welche weniger angemessen sind, bedarf es kognitiver Kompetenzen. Eine zentrale Aufgabe bei der Förderung solcher Kompetenzen fällt dem formalen Bildungssystem zu. Folglich ist zu erwarten, dass der Einfluss unterschiedlicher Argumente vor allem vom erreichten Bildungsniveau abhängt. Die empirischen Analysen vermögen diese Annahmen alles in allem kaum zu stützen. Methodisch geht die vorliegende Untersuchung über frühere Arbeiten hinaus, indem sie nicht nur das individuelle Urteilsverhalten analysiert, sondern mit Hilfe jüngst entwickelter Mehrebenenverfahren auch das unterschiedliche Antwortverhalten verschiedener Untersuchungsteilnehmer simultan in Rechnung stellt. (Autorenreferat) zitiert von: 26

  • 2000

  • Döbert, Rainer; Juranek, Natalie (2000) : Zur Rolle von Begrifflichkeiten: Die Auswirkungen eines Gerechtigkeitsrahmens auf die Aufschlüsselung eines moralischen Dilemmas : Eine Forschungsnotiz In: Edelstein, Wolfgang; Nunner-Winkler, Gertrud (Hg.): Moral im sozialen Kontext: 1. Aufl.: Frankfurt am Main: Suhrkamp (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft), S. 234-258

    Abstract: Anhand ausgewählter empirischer Daten wird belegt, dass moralische Dilemmata im Sinne von L. Kohlberg in einer Gerechtigkeitsperspektive "gerahmt" werden können und dass dieses "Framimg" sich grundlegend von der gewöhnlichen Perspektive unterscheidet. Herangezogen werden dabei moralische Dilemmata im Rahmen von Partnerschaftskonflikten. Es wird versucht, die Effekte eines solchen Gerechtigkeits-Framings angemessen zu interpretieren. In diesem Zusammenhang wird Gerechtigkeit als Repräsentation des Politischen analysiert. zitiert von: 5

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