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1948
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(1948): Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. KZfSS. Wiesbaden: Springer VS
Abstract: Im Zentrum der drei Theoriestränge "Liberalismus", "Kommunitarismus" und "Diskursethik" stehen unterschiedliche Konzepte der Normgenerierung und Entscheidungsfindung. Diese ethischen Rechtfertigungsstrategien werden mittels Experimenten auf ihre verhaltenstheoretische Relevanz hin ausgeleuchtet. Zwei Typen von Experimenten wurden mit 340 Studierenden der Ökonomie durchgeführt: (1) Gefangenendilemma-Spiele, die untersuchen, ob Individuen für die Erstellung eines öffentlichen Gutes kooperieren oder ihren eigenen, kurzfristigen Vorteil suchen, und (2) Fairness-Spiele, die darstellen, inwieweit Individuen bei Verteilungskonflikten bereit sind, mit den Schwächergestellten zu kooperieren. Wenn sich die Versuchspersonen anonym entscheiden mussten, verhielten sie sich am relativ stärksten gemäß dem Erwartungsnutzenmodell der Ökonomie. Sie kooperierten kaum. Nur Regeln, die in Anlehnung an die liberale Sichtweise klare Anreize für die Wahl der kooperativen Strategie schufen, führten zu einer Erhöhung der Kooperation (Ultimatum-Spiel). Wurden durch die Identifikation gemeinschaftlich definierte Normen (Kommunitarismus) aktiviert, reagierten die Versuchspersonen auf mögliche soziale Sanktionen mit erhöhter Kooperation. Eine Überwindung des "Trittbrettfahrerproblems" war möglich, wenn die Individuen auf das diskursethische Konzept "Gespräch" rekurrierten und dadurch gegenseitige Verhaltenserwartungen koordinieren konnten.
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