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  • 2010

  • Latzko, Brigitte (2010): Moralische Entwicklung und Erziehung in Kindheit und Adoleszenz. Zwischen Fairness und Eigeninteresse - Moralentwicklung aus ökonomischer Sicht. Unter Mitarbeit von Monika Keller und Michaela Gummerum. Göttingen [u.a.]: Hogrefe

    Abstract: Ein integrativer Forschungsansatz von entwicklungspsychologischer Moralforschung und spieltheoretischen Forschungen wird vorgestellt. Im Anschluss an eine Skizzierung von Forschungsergebnissen der experimentellen Spieltheorie und Ergebnissen der psychologischen Moralforschung wird auf Untersuchungen eingegangen, in denen Eigeninteresse und Fairness in Gruppenverhandlungen über Aufteilungen analysiert wurden. Dabei werden auch Altersunterschiede bei Kindern und Jugendlichen thematisiert. Abschließend werden Implikationen für die Förderung von Empathie und moralischer Sensibilität skizziert.

  • 2001

  • Edelstein, Wolfgang (2001): Moralische Erziehung in der Schule. Entwicklungspsychologie und pädagogische Praxis. Gedr. nach Typoskript. Weinheim [u.a.]: Beltz (Beltz Pädagogik)

    Abstract: Theoretische Überlegungen und empirische Befunde zur Entwicklung des moralischen Denkens von der frühen Kindheit bis zur Adoleszenz werden vorgestellt. Dazu werden zunächst folgende Kontroversen um die Moraltheorie von L. Kohlberg, in der die Periode der Kindheit weitgehend vernachlässigt wurde, diskutiert: (1) Gerechtigkeit und Perspektivenübernahme als zentrale Aspekte der Entwicklungsstufen (2) moralische Gefühle und moralische Motivation, (3) Konzeption der frühen Moralstufen in Kohlbergs Theorie, (4) Entwicklung moralischer Gefühle, eines moralischen Selbst und moralischer Sensibilität in engen Beziehungen. Anschließend wird anhand der Ergebnisse einer Längsschnittstudie gezeigt, wie sich die unterschiedlichen Komponenten moralischer Sensibilität in Freundschaftsbeziehungen im Entwicklungsverlauf von der Kindheit bis zur Adoleszenz ausbilden und verändern. Im Rahmen der Untersuchung wurden 121 Kinder, beginnend im Alter von 7 Jahren und wiederholt im Alter von 9, 12 und 15 Jahren zu einem moral-relevanten Freundschaftskonflikt befragt. Gegenstand des Interviews waren verschiedene Aspekte des sozialen Verstehens und der moralischen Bewertung. Es ließen sich folgende Entwicklungsstufen moralischer Sensibilität in Freundschaftsbeziehungen differenzieren: (1) Niveau 0: kein Verständnis für unterschiedliche Perspektiven, (2) Niveau 1: Differenzierung von Perspektiven, (3) Niveau 2: Koordination von Perspektiven und Selbstreflexion, (4) Niveau 3: Ausdifferenzierung einer generalisierten Beobachterperspektive, Orientierung an Reziprozitätsnormen von Vertrauen und Verlässlichkeit. Implikationen für die moralische Erziehung in der Schule werden deutlich gemacht. zitiert von: 26

  • 1994

  • Raith, Werner; Raith, Xenia (1994): Moral ist, was nur Grosse dürfen. Das Wahre, Schöne, Gute und das Kind. 1. Aufl.. Düsseldorf: Patmos-Verl. (Thema: Kinder)

    Abstract: Moralische Fragen im Zusammenhang mit der Kindererziehung werden diskutiert. Erörtert wird insbesondere, welche moralische Vorstellungen Erwachsene in ihrem Umgang mit Kindern leiten, woher diese Vorstellungen kommen und wie sie an die Kinder weitergegeben werden. - Inhalt:(1) Was ist Moral? - Auf eine gute Frage bekommt man (nicht immer) eine gute Antwort. (2) Das Wahre, Schöne, Gute: Begriffe von gestern oder von morgen? (3) "Das gehört sich so!" - Moral als Verhaltensgerüst und bequeme Ausrede. (4) Zehn Gebote sind genug - oder nicht: Das Korsett der Religion und das des Nihilismus. (5) Im Prinzip ja, in der Praxis aber... - Ethik nach Radio Eriwan. (6) "Aber du hast doch selbst gesagt..." - Moralische Unmoral und unmoralische Moral. (7) Ethik im Schulunterricht: Der steinige Weg zwischen "staatsbürgerlicher Erziehung" und "selbstverantwortlicher Pädagogik". (8) Ethik für Große, Ethik für Kleine: Von einer unmöglichen, aber notwendigen Differenzierung. (9) "Das machen wir alle so, also du auch!" - Kollektivverhalten als Konstituente der Moral. (10) "Was die anderen tun, ist für dich kein Maßstab" - Antikonformismus als praktische Ausflucht. (11) "Ihr wollt das doch bloß nicht..." - Moral als Rationalisierung und ihre Enttarnung. (12) "Der Zweck heiligt die Mittel" - Pragmatismus kontra ideelle Standfestigkeit. (13) "Papi, warum muss man sollen?" - Von der Schizophrenie moralischer Gebote. (14) Selbstbedienungsladen oder notwendiges Gerüst: Vom Sinn einer sinn-losen Einrichtung.

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