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  • 2015

  • Zander, Michael (2015): Autonomie bei (ambulantem) Pflegebedarf im Alter. Eine psychologische Untersuchung. 1. Auflage. Bern: Verlag Hans Huber (Projektreihe der Robert Bosch Stiftung)

    Abstract: Die Entwicklung einer theoretischen Rahmenkonzeption für die psychologische Forschung über Autonomie, Alter, Beeinträchtigung und individuellen Pflegebedarf wird vorgelegt. Ausgangspunkt der Konzeption ist das Verständnis der WHO von Autonomie als dem Menschenrecht, "die persönlichen Entscheidungen zu treffen, und zwar im Rahmen der persönlichen Bedürfnisse und Präferenzen". Die Analyse zeigt, dass das deutsche Pflegegesetz den Autonomiebedürfnissen älterer Menschen nicht gerecht wird, und entwickelt alternative Modelle von Autonomie in der Pflege, wobei sozialwissenschaftliche, juristische und psychologische Konzeptionen unter Berücksichtigung der Disability Studies miteinander verknüpft werden. Dieses umfassende Konzept von Autonomie und Beeinträchtigung wurde mit qualitativen Interviews mit vier pflegebedürftigen Menschen empirisch geprüft. Dabei wurden Strategien identifiziert, mit denen die Betroffenen ihre Autonomie durchsetzen oder aufrechterhalten. - Inhalt: (1) Hintergrund und Aufgabenstellung. (2) Autonomie und "aktives Altern". (3) Autonomie als (Menschen-)Recht und politische Forderung: Geschichte einer politischen und juristischen Kategorie. (4) Eine Frage der Selbstbestimmung: Pflege im Alter versus Persönliche Assistenz bei Behinderung? (5) Modelle von Behinderung und (pflegebedürftigem) Alter. (6) Autonomie als geselschaftliche Teilhabe. Eine kritisch-psychologische Perspektive. (7) Psychologie der Bewältigung, Kontrolle und Selbstbestimmung. (8) Alte Menschen mit Pflegebedarf berichten über Selbst- und Fremdbestimmung im Alltag. Eine Sekundäranalyse von vier qualitativen Interviews. (9) Rückblick und Ausblick.

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