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  • 2009

  • Stumpf, Siegfried; Höft, Stefan; Ponte, Ulrike de (2009) : Wirtschaftsethik trifft Organisationspsychologie: Spiegeln Ethikkodizes organisationspsychologische Konzepte zum (un-)moralischen Verhalten wider? In: Raab, Gerhard; Unger, Alexander (Hg.): Der Mensch im Mittelpunkt wirtschaftlichen Handelns: Tagungsband zur 15. Fachtagung der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftspsychologie Ludwigshafen 10. 11. Juli 2009: 1. Auflage: Lengerich: Pabst Science Publishers, S. 427-434

    Abstract: Die Rolle von Ethikkodizes in Unternehmen wird analysiert. Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass aus der Sicht der Öffentlichkeit Gewinnerzielung als alleinige Maxime für Unternehmen aktuell nur schwer aufrechtzuerhalten ist, sondern dass vielmehr ein reflektiertes Handeln gefordert ist, das gegenüber vielfältigen Bezugsgruppen verantwortbar und zudem für das Unternehmen profitabel ist. Vor diesem werden in vielen Organisationen Ethikkodizes erlassen, in denen Verhaltenserwartungen an die Mitarbeiter definiert werden. Auch die organisationspsychologische Forschung entdeckt zunehmend die Aspekte Ethik und Moral: Das Konzept des "Organizational Citizenship Behavior" (OCB) thematisiert das Zusatzengagement von Mitarbeitern im Sinne eines "extra-role-behavior", das außerhalb vertraglich geregelter Verpflichtungen liegt und dessen Ausbleiben deswegen kaum sanktionierbar ist (etwa Hilfsbereitschaft, Loyalität, Regelbefolgung, Gewissenhaftigkeit, Zivilcourage). Im Modell der "Citizenship Performance" (CP) werden interpersonale, organisationsbezogene und aufgabenbezogene moralische Verhaltensweisen unterschieden. Darüber hinaus werden moralische Aspekte in den Konzepten zum kontraproduktiven Verhalten (KPV) aufgegriffen. In einer empirischen Analyse wurde untersucht, inwieweit Ethikkodizes organisationspsychologische Konzepte zum (un-)moralischen Verhalten (OCB, CP, KPV) widerspiegeln. In die Analyse gingen die Ethikkodizes von 25 der DAX-30-Unternehmen des Jahres 2008 ein. Die Analyse erfolgte nach Prinzipien der qualitativen Inhaltsanalyse mithilfe der Software MAXqda. Die verhaltensrelevanten Aussagen in den Kodizes wurden in einzelne Paraphrasen übersetzt, randomisiert und anschließend einer aus OCB-, CP- und KPV-Konzepten abgeleiteten Kategoriensystematik zugeordnet. Die Ergebnisse zeigen, dass zahlreiche typische OCB- und CP-Kategorien in den Kodizes kaum vorkamen (etwa gegenseitige Hilfe und Unterstützung, Zivilcourage), gehäuft traten hingegen "Regelbefolgung" und "Loyalität zum Unternehmen" auf. Unter den KPV-Kategorien ergab sich ein Schwerpunkt bei den Bereichen "Korruption und Bestechung", "Informationsmissbrauch" und "Interessenkonflikte". Eine Korrespondenzanalyse auf Basis der unternehmensspezifischen Zuweisungen zeigt, dass die existierenden Unterschiede zwischen den Kodizes im Rahmen einer zweidimensionalen Lösung mit den Achsen "Individualismus - Konformität" und "Individuelle Verantwortung - Hierarchiebetonung" interpretiert werden können. Das in den Kodizes gezeichnete Bild des erwünschten Mitarbeiters ist das des Mitarbeiters, der ehrlich, korrekt, fair und vor allem regelkonform ist. Verantwortlichkeitsaspekte wie Zivilcourage oder Hilfsbereitschaft waren dagegen in den Kodizes stark unterrepräsentiert. Implikationen für die Gestaltung von Ethikkodizes und den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis werden abgeleitet.

  • 1997

  • Edwards, K.; Quinn, K.; Dalziel, P. B.; Jack, M. A. (1997) : Evaluating commercial speech recognition and DTMF technology for automated telephone banking services: IEEE Colloquium on Advances in Interactive Voice Technologies for Telecommunication Services: IEEE Colloquium on Advances in Interactive Voice Technologies for Telecommunication Services: London, UK: 12 June 1997: London, United Kingdom: IET, S. 4/1-4/6

    Abstract: Call-centre based telephone banking has become widespread in the UK, with most high street banks and many building societies offering such services. Advances in small vocabulary connected speech recognition technology and the existence of robust DTMF recognition systems make a strong case for automating such telephone services. This case is reinforced by a financial aspect-the agent cost of human operators. Call centre costs could be drastically reduced if appropriate automated systems could be used in tandem with the more traditional methods of customer service. Any points of customer contact provide 'moments of truth' for a bank, where polite, efficient and effective service must be delivered. If automated services are to be used, it is vital that they achieve this, and that they do not tarnish a bank's image. The OVID project, funded under the EU's ESPRIT programme, aims to investigate the appropriateness of today's speech recognition technology to telephone banking applications. An experiment is described presenting two simulated telephone banking services, with identical dialogues, and differing only in mode of input-speech or DTMF. Subjects' performance with the systems is noted and their attitudes towards them are also objectively assessed via a usability questionnaire. The latter measure especially provides essential data on the acceptability of automated telephone banking services using these technologies.

  • 1994

  • Homann, Karl; Pies, Ingo (1994): Wirtschaftsethik in der Moderne. Zur okonomischen Theorie der Moral. In: Ethik und Sozialwissenschaften 5 (1), S. 3-12

    Abstract: Uberlegungen zur Grundlegung einer modernen Wirtschaftsethik werden angestellt. Eine solche Ethik hat dem Umstand Rechnung zu tragen, dass in einer modernen Gesellschaft die Moglichkeiten moralischen Handelns durch Wettbewerb signifikant eingeschrankt sind. Daher lautet ihre systematische Fragestellung, wie moralische Normen und Ideale unter den Bedingungen einer modernen Wirtschaft und Gesellschaft zur Geltung gebracht werden konnen. In den fur die Moderne so kennzeichnenden Dilemmasituationen hangt die Geltung einer Norm von ihrer Realisierbarkeit ab. Um der Moral zur Geltung zu verhelfen, ist daher ein differenzierter Umgang mit Dilemmasituationen und folglich eine entsprechende institutionelle Gestaltung strategischen Handelns erforderlich. Aufbauend auf einer okonomischen Insitutionenanalyse kann eine moderne Wirtschaftsethik zur kollektiven Entwicklung individueller Freiheit beitragen. - Dem Hauptartikel folgen 39 kritische Stellungnahmen (Seiten 13-93) und eine Replik der Autoren (Seiten 94-108). zitiert von: 201

  • Munch, Richard (1994): Zahlung und Achtung. Die Interpenetration von Okonomie und Moral. In: Zeitschrift fur Soziologie 23 (5), S. 388-411

    Abstract: Okonomische Vorgange der Zahlung und moralische Zuteilungen von Achtung und Missachtung gelten nach N. Luhmanns Theorie der funktionalen Differenzierung der modernen Gesellschaft in autopoietisch operierende Teilsysteme als fur immer geschieden. Die Kluft zwischen ihnen ist unuberbruckbar. Diese These wird einer kritischen Prufung unterzogen. Als Alternative wird die Interpenetration von Zahlung und Achtung als Bauprinzip der Moderne herausgearbeitet. Dabei werden die individualistische Berufsethik und der okonomische Liberalismus, die Wohlfahrtsmoral und die Wohlfahrtsokonomie sowie die Umweltmoral und die Umweltokonomie als drei Stufen der gegenseitigen Durchdringung von Okonomie und Moral interpretiert. Weder Luhmanns Theorie der funktionalen Differenzierung der Gesellschaft in autopoietisch operierende Teilsysteme noch die Theorie des kommunikativen Handelns von J. Habermas nehmen diese Eigenart moderner Gesellschaften systematisch in ihren Blick. Sie konnen deshalb keine Losungen fur ihre daraus resultierenden Integrationsprobleme anbieten. Diese sind weder im Diskurs noch in der strukturellen Kopplung autopoietischer Funktionssysteme, sondern in institutionell geregelten Verfahren der Vermittlung von Okonomie und Moral zu suchen. Die okologische Krise der Gegenwart ist weder in der Unzuganglichkeit der Wirtschaft fur moralische Steuerung noch in einem zu geringen Hineingreifen der Moral in die Wirtschaft verwurzelt, sondern in der Moral der Wohlfahrtsokonomie und in ihrer korrespondierenden Leitidee von okonomischer Rationalitat. Ihre Bewaltigung verlangt einen Strukturwandel der herrschenden Moral und der herrschenden Definition von okonomischer Rationalitat zugleich. zitiert von: 87

  • Verkuyten, Maykel; Rood-Pijpers, Elly; Elffers, Henk; Hessing, Dick J. (1994): Rules for Breaking Formal Rules. Social Representations and Everyday Rule-Governed Behavior. In: The Journal of Psychology 128 (5), S. 485-497. DOI: 10.1080/00223980.1994.9914908

    DOI: https://doi.org/10.1080/00223980.1994.9914908 

    Abstract: Investigated everyday rule-governed behavior among 1,040 Dutch law students who answered questions about or rated their agreement with 18 statements on tax evasion or traffic rules; rated items on crime, punishment, and legal authorities; and indicated their political affiliation. One S who answered questions on observing traffic lights said that people do not have to stop for traffic lights in principle; others cited reasons of safety, order, equality, and legitimacy of rules to observe traffic lights. Most Ss said that emergencies would justify running the light. Also, most Ss said that everyone should pay all of their taxes because of moral issues, the government's need for money, and the efficiency of the tax system. Factor analysis with the 18 statements shows that the highest level of agreement for breaking a rule was in case of an emergency, followed by the tax evasions statements, the traffic factor, and the self-interest factor. (PsycINFO Database Record (c) 2016 APA, al l rights reserved) zitiert von 42

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