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  • 2018

  • Reisenzein, Rainer (2018) : Emotionen in Lern- und Leistungskontexten In: Spinath, Birgit; Dickhäuser, Oliver; Schöne, Claudia (Hg.): Psychologie der Motivation und Emotion: Grundlagen und Anwendung in ausgewählten Lern- und Arbeitskontexten: 1. Auflage: Göttingen: Hogrefe, S. 80-107

    Abstract: Die Entstehung und Auswirkungen der in Lern- und Leistungskontexten auftretenden Emotionen werden aus der Perspektive der Allgemeinen Emotionspsychologie in den Blick genommen. Dabei soll herausgearbeitet werden, welche Aussagen über diese Emotionen sich bereits aus einer allgemeinpsychologischen Theorie der Emotionen ableiten lassen. Allgemeinpsychologische Theorien beanspruchen, für alle normal funktionierenden Erwachsenen in allen Lebensbereichen gültig zu sein. Dementsprechend lautet die Grundannahme bei der Anwendung einer allgemeinpsychologischen Emotionstheorie auf den Lern- und Leistungskontext, dass die dort auftretenden Emotionen von grundsätzlich derselben Art sind, nach denselben Gesetzmäßigkeiten entstehen und dieselben Auswirkungen haben wie Emotionen in anderen Lebensbereichen. Die im Hauptteil der Ausführungen beschriebene allgemeinpsychologische Analyse der Lern- und Leistungsemotionen wird anschließend mit den Annahmen einer neueren Emotionstheorie verglichen, die speziell für Lern- und Leistungsemotionen entwickelt worden ist, der "Kontroll-Wert-Theorie". Abschließend wird kurz auf die Messung von Lern- und Leistungsemotionen eingegangen.

  • 2016

  • Simon, Bernd; Oakes, Penelope (2016): Beyond dependence. An identity approach to social power and domination. In: Human Relations 59 (1), S. 105-139. DOI: 10.1177/0018726706062760

    Abstract: Outlines a new approach to the social psychology of power. Specifically, it challenges the currently influential conflict-oriented dependence analysis in which power operates as an almost exclusively repressive force. Drawing on relevant work from other social science disciplines, the article presents an identity model of power in which both consensus and conflict play important roles. The model theorizes power as a productive as well as repressive force, and differentiates between social power to achieve desired outcomes and social power over others (domination). The implications of the model for two classic issues in the power literature are considered: the relationship between power and status, and challenges to power (resistance and social change). The model's empirical potential is also discussed. zitiert von 142

  • 2013

  • Thomas, Alexander; Utler, Astrid (2013): Kultur, Kulturdimensionen und Kulturstandards

    Abstract: Ausgehend von einem Kulturbegriff, nach dem Kultur als ein universelles, fur eine Gesellschaft, Organisation und Gruppe typisches Orientierungssystem aufgefasst wird, wird die Entwicklung von Kulturdimensionen und Kulturstandards, die in den letzten Jahrzehnten als zentrale Modelle zur Bestimmung kultureller Unterschiede bekannt wurden, erortert. Das Konzept der Kulturdimensionen basiert auf der grundlegenden Idee, dass es universelle Kategorien oder Themen gibt, mit denen sich alle Kulturen dieser Welt auseinandersetzen und fur die sie Antworten entwickeln mussen. Diese Annahme der grundlegenden Themen oder Wertvorstellungen impliziert, dass alle Kulturen miteinander vergleichbar sein mussen, sobald deren Antworten und Positionen zu den jeweiligen Wertfragen bekannt sind. Damit kann diese Herangehensweise auch als universalistisch bezeichnet werden, da sie kulturubergreifende allgemeine Gultigkeit fur sich beansprucht. Ausgehend von diesen Uberlegungen wurden im Laufe der vergangenen Jahrzehnte verschiedenste Kulturdimensionskonzepte entwickelt. Diese werden skizziert und kritisch diskutiert. Dann wird das Kulturstandardkonzept besprochen und an Beispielen erlautert. Es ist im Kern als ein kulturrelativistischer Ansatz zum Verstandnis von Verhaltensunterschieden zu verstehen. Ausgangspunkt ist eine Kulturdefinition, die Kultur als spezifisches Orientierungssystem versteht, das fur eine Nation, Gesellschaft, Gruppe verbindliche Deutungen und sinnstiftende Funktionen erfullt. Es wird betont, dass sich sowohl das universalistische Konzept der Kulturdimensionen als auch der kulturrelativistische Ansatz, der den Kulturstandards zugrunde liegt, als Basis fur die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Kultur und Stress eignen. Wahrend die universalistische Herangehensweise sich insbesondere fur den Vergleich mehrerer Kulturen und deren Umgang mit Stress anbietet, liefert die kulturrelativistische Annaherung an das Thema vor allem qualitativ wertvolle Erkenntnisse, nicht zuletzt auch uber die Entstehung von Stress in interkulturellen Begegnungssituationen. zitiert von 23

  • Topel, Renate (2013) : Wundts Ethik unter moralpsychologischer Sicht In: Witruk, Evelin: Historical and cross-cultural aspects of psychology: Frankfurt am Main: Lang (Beiträge zur pädagogischen und Rehabilitationspsychologie), S. 3-17

    Abstract: Wilhelm Wundts Ethik wird aus moralpsychologischer Perspektive reflektiert. Als Ausgangspunkt seiner wissenschaftlichen Analysen wird die Leitidee einer autonomen psychischen Kausalität beschrieben, die in einem willenstheoretischen Ansatz gefasst wird. Auf dieser Grundlage ist eine wissenschaftliche Tätigkeit ausgerichtet auf die Transformation der individuellen und gemeinschaftlichen moralischen Einstellungen und Verhaltensweisen zu allgemeingültigen imperativen Normen der Ethik (Sittlichkeit), die insbesondere aus der Völkerpsychologie abgeleitet werden können. Anhand von Grundnormen des Sittlichen wird das Ideal der sittlichen Persönlichkeit beschrieben, wobei das Gewissen als Gradmesser der sittlichen Reife nicht als angeboren, sondern als Produkt lebenslanger Entwicklung von Willensaktivitäten betrachtet wird, das im Dienst an der Gemeinschaft vervollkommnet wird.

  • 2012

  • Schlag, Bernhard; Rossger, Lars; Schade, Jens (2012): Regelbefolgung - Ein Modell der Einflussgrossen. In: ZVS Zeitschrift fur Verkehrssicherheit 58 (2), S. 62-67

    Abstract: Wahrend Regelbefolgung und Regelubertretung im Strassenverkehr meist als abhangig vom Grad der Uberwachung gesehen werden, wird im vorliegenden Beitrag auch der Bedeutung von Uberzeugungen der Verkehrsteilnehmer und von situativen Faktoren nachgegangen. Die Autoren fassen psychologische und verkehrswissenschaftliche Erkenntnisse und Theorien in einem Wirkmodell der Regelbefolgung zusammen, welches das Zusammenwirken unterschiedlicher Einflussgrossen berucksichtigt und damit eine Grundlage fur nachhaltig wirksame Interventionen zur Verbesserung der Regelbefolgung bildet. zitiert von 5

  • 2011

  • Genkova, Petia; Schwarz, Christina (2011) : Motive fairen und nicht-solidarischen Verhaltens: Korruption: Forschungsstand, Prävention, Probleme: Lengerich, Germany: Pabst Science Publishers

    Abstract: Ausgehend von der Feststellung, dass sich die Psychologie bisher wenig mit dem Thema "Korruption" auseinandergesetzt hat, werden mogliche psychologische Beitrage zu einer Korruptionsforschung besprochen. Dabei werden psychologische Theorien und Forschungsergebnisse zu "Gerechtigkeit und Fairness" (Organisationsgerechtigkeit als theoretische Basis; distributive Gerechtigkeit bzw. Fairness; prozedurale Fairness; Interaktionsfairness) sowie zu "Fairness und Teameffizienz" dargestellt. Im Rahmen des zuletzt genannten Punktes wird uber eine Studie berichtet, in der das Gerechtigkeitserleben bei der Teamarbeit untersucht wurde. Es zeigte sich unter anderem, dass die Grundeinstellung zu einer Aufgabe ausschlaggebend dafur ist, inwieweit jemand eine Teamarbeit akzeptiert und effizient im Team arbeitet. Die realen vorhandenen Arbeitsbedingungen, sowie die Art und Weise der Aufgabenverteilung (Losverfahren) beeinflussen die Teameffizienz nicht. Fairness und "Social Loafing" sind dagegen starke Pradiktoren fur Teameffizienz. Je weniger Fairness vorhanden ist, desto weniger erfolgreich ist ein Team.

  • 2010

  • Fischer, Johannes; Gruden, Stefan (2010): Die Struktur der moralischen Orientierung. Interdisziplinäre Perspektiven - Deliberation und Intuition in moralischen Entscheidungen und Urteilen. Wien; Zürich; Berlin; Münster: Lit (Ethik interdisziplinär)

    Abstract: Die Frage, was Moral ist und aus welchen Quellen sich die moralische Orientierung speist, wurde in den letzten Jahren über die Ethik hinaus zunehmend Gegenstand auch empirischer Forschung. Deren Ergebnisse kritisch zu sichten und in ein Gespräch zu bringen, ist das Ziel des vorliegenden Bandes. Neben Beiträgen aus genuin ethischer Perspektive (J. Fischer; P. Schaber; A. Hügli) vereint er Einblicke aus neuro- und verhaltensbiologischer (M. Christen; C. van Schaik / C. Rudolf v. Rohr), entwicklungspsychologischer (M. Keller/J.-C. Heilinger) und religionspädagogischer Perspektive (Th. Schlag). Die Rolle von rationaler Deliberation und emotional gefärbter Intuition in moralischen Entscheidungssituation wird erörtert. Zunächst wird konstatiert, dass derzeit weder in der Psychologie noch in den Neurowissenschaften eine haltbare Konzeption vorliegt, die beiden Polen moralischer Entscheidungsfindung - Rationalität und Emotionalität - angemessen Rechnung trägt. Unter Einbeziehung einer ontogenetischen Entwicklungsperspektive wird dann das Verhältnis von Rationalität und Emotionalität im moralischen Urteilen zu klären versucht. Dabei werden zunächst einige Grundannahmen des kognitiven Ansatzes skizziert, die Frage der moralischen Motive in diesem Ansatz reflektiert und alternative Theorien angesprochen, die versucht haben, das Problem der moralischen Emotion und Motivation zu klären. Anschließend werden die intuitionistischen Kritiker als neueste Variante emotivistischer Positionen dargestellt und ausführlich diskutiert. Abschließend wird auf die Notwendigkeit einer beide Pole umfassenden Theorie hingewiesen. zitiert von: 2

  • Reisenzein, Rainer (2010) : Moralische Gefühle aus der Sicht der kognitiv-motivationalen Theorie der Emotion In: Iorio, Marco: Regel, Norm, Gesetz: Eine interdisziplinäre Bestandsaufnahme: Frankfurt am Main [u.a.]: Lang, S. 257-283

    Abstract: Vor dem Hintergrund der kognitiv-motivationalen Theorie der Emotion (KMTE) werden die Entstehung und das Wesen von moralischen Gefühlen erörtert und am Beispiel von Mitleid und Schuld vertieft. Nach einer Einführung in die kognitiv-motivationale Theorie der Emotion wird darauf aufbauend ein komputationales Modell der Emotion vorgestellt, in dem eine kognitive Architektur für Überzeugungen und Wünsche in die Analyse von Emotionen einbezieht. Das Glaube-Wunsch-System der KMTE wird in dem Modell um angeborene, festverdrahtete Überwachungs- und Aktualisierungsmechanismen erweitert, die das zentrale Repräsentationssystem überprüfen. Die Anwendung dieses Modells bei der Analyse von moralischen Emotionen wird am Beispiel des Mitleids illustriert. Neben dem kognitiv-motivationalen Hintergrund werden Sympathie- und Antipathiegefühle und das intentionale Objekt des Mitleids betrachtet. Anschließend wird die Analyse normbasierter Gefühle am Beispiel der Schuld skizziert. Abschließend werden Funktionen der moralischen Gefühle aus der Sicht des komputationalen Modells der Emotion erörtert. zitiert von: 11

  • 2007

  • Fuchs, Reinhard (2007): Aufbau eines körperlich-aktiven Lebensstils. Kapitel: Körperliche Aktivität und die Macht der Gewohnheit. Göttingen [u.a.]: Hogrefe (Sportpsychologie)

    Abstract: Die Bedeutung von Gewohnheiten im Rahmen von Sport- und Bewegungsaktivitäten und eines körperlich-aktiven Lebensstils wird erörtert. Dabei wird auf folgende Fragen eingegangen: (1) Was sind Gewohnheiten? (2) Welche Rolle spielen das intentionale und das habituelle System bei der Verhaltenssteuerung? (3) Wie entwickeln sich Gewohnheiten? (4) Wie lassen sich Gewohnheiten verändern bzw. neu aufbauen? (5) Warum sind Gewohnheiten so stark? (6) Wie sind Gewohnheiten im Gedächtnis abgespeichert? Es wird besonders hervorgehoben, dass Gewohnheiten das Verhalten automatisch in die Richtung lenken, die auch in der Vergangenheit erfolgreich eingeschlagen wurde, und dass die Macht der Gewohnheit ganz wesentlich auf die Macht der Situation über das Verhalten zurückzuführen ist. zitiert von 13

  • Nunner-Winkler, Gertrud; Hopf, Christel (2007) : Frühe Bindungen und moralische Entwicklung : Aktuelle Befunde zu psychischen und sozialen Bedingungen moralischer Eigenständigkeit In: Hopf, Christel: Frühe Bindungen und moralische Entwicklung: Aktuelle Befunde zu psychischen und sozialen Bedingungen moralischer Eigenständigkeit: Weinheim [u.a.]: Juventa-Verl. (Materialien)

    Abstract: Die Bundungsforschung und die an L. Kohlberg orientierte Moralentwicklungsforschung verbindend wird der Frage nach den sozialen und psychischen Bedingungen moralischer Entwicklung und moralischen Handelns nachgegangen. Dabei stehen unterschiedliche Aspekte moralisch relevanten Handelns im Mittelpunkt: Gewaltausübung und Gesetzesübertretung, Empathie und Sensibilität für die Bedürfnisse Nahestehender, die Befolgung moralischer Kernnormen in Interessenkonflikten, der persönliche Einsatz im Kampf um gerechtere gesellschaftliche Verhältnisse. - Inhalt: (1) C. Hopf und G. Nummer-Winkler: Frühe emotionale Beziehungen, Bindung und moralische Entwicklung. Einleitende Überlegungen zum Forschungsstand und zu aktuellen Kontroversen. (2) S. Hauser: Gewissensentwicklung in neueren psychoanalytischen Beiträgen. (3) G. Gloger-Tippelt: Bindung und Sozialverhalten in der mittleren Kindheit. (4) U. Ziegenhain und Mitarbeiter: "Moralferne Kinder und Jugendliche" - Fallanalyse eines jugendlichen Straftäters. (5) M. Keller, T. Malti und D. Dravenau: Bindung, Sozialisation und die Entwicklung sozio-moralischen Denkens von der Kindheit bis zum Jugendalter: Befunde einer Längsschnittuntersuchung. (6) K. E. Grossmann und K. Grossmann: Die Entwicklung zwischenmenschlicher Moral in Bindungsbeziehungen. (7) G. Nunner-Winkler: Frühe emotionale Bindungen und Selbstbindung an Moral. (8) A. Blasi: "Amicus Plato sed magis amica veritas": Bindung bei "moralischen Revolutionären". (9) W. Greve: Die Entwicklung von Moral - Ursachen und Gründe. zitiert von: 9

  • 2006

  • Kang, Sun-Mee; Day, Jeanne D.; Meara, Naomi M. (2006) : Soziale und emotionale Intelligenz. Gemeinsamkeiten und Unterschiede In: Schulze, Ralf; Freund, Alexander; Roberts, Richard D. (Hg.): Emotionale Intelligenz. Ein internationales Handbuch: Göttingen: Hogrefe, S. 101-115

    Abstract: Um ein einheitliches Verständnis von emotionaler und sozialer Intelligenz zu erleichtern und kollaborative Forschung in diesen Bereichen voranzutreiben, werden historische Entwicklungen und empirische Befunde zum Thema soziale und emotionale Intelligenz vorgelegt. Der Überblick konzentriert sich in erster Linie auf eine klare Konzeptualisierung der Konstrukte sowie auf Fragen nach testtheoretischen Gütekriterien wie interne Konsistenz und Kriteriumsvalidität. In den Vergleich von emotionaler und sozialer Intelligenz werden auch Komponenten akademischer Intelligenz mit einbezogen. Des Weiteren liegt der Fokus auf Problemen bei der Interpretation von Forschungsergebnissen, welche durch das Fehlen theoretischer Kohärenz in den zugrundeliegenden empirischen Untersuchungen verursacht wurden. Es wird geschlussfolgert, dass soziale und emotionale Intelligenz sich überschneiden, multidimensional und voneinander abhängig sind. Zukünftige Forschung sollte sich auf folgende Themen konzentrieren: Übernahme von sinnvollen Begriffsunterscheidungen, wie sie aus der Literatur zu akademischer Intelligenz bekannt sind (zum Beispiel fluide vs. kristalline Intelligenz), Differenzierung von Komponenten beider Konstrukte (zum Beispiel Relation und Relevanz von Wissen über sich selbst und Wissen über andere) und weitere Entwicklung von - auch neuartigen - Verfahren.

  • Weis, Susanne; Seidel, Kristin; Süß, Heinz-Martin (2006) : Messkonzepte sozialer Intelligenz - Literaturübersicht und Ausblick In: Schulze, Ralf; Freund, Alexander; Roberts, Richard D. (Hg.): Emotionale Intelligenz. Ein internationales Handbuch: Göttingen: Hogrefe, S. 213-234

    Abstract: Beschrieben werden theoretische und empirische Ansätze zur sozialen Intelligenz. Strukturbefunde und Ergebnisse zur Validität des Konstrukts werden zusammenfassend dargestellt und entlang der angewandten Messkonzepte geordnet. Es wird gezeigt, dass die Ergebnisunterschiede zu einem beachtlichen Teil durch die Varianz der Messmethoden erklärt werden können, weshalb multimodal-multimethodale Designs zur Kontrolle dieser ungewollten Varianzquelle notwendig erscheinen. In einem weiteren Abschnitt werden die vorliegenden kognitiven Fähigkeitskonzepte in ein facettentheoretisches Rahmenmodell der sozialen Intelligenz integriert, das die vier Komponenten soziales Verständnis, soziales Gedächtnis, soziale Wahrnehmung und soziale Kreativität unterscheidet. Erste empirische Ergebnisse werden berichtet, die das Modell unterstützen. Abschließend werden einige konzeptuelle und methodische Gesichtspunkte diskutiert, die für künftige Studien bedeutsam erscheinen: Die Notwendigkeit, die intendierten Konstrukte und die korrespondierenden Aufgabenanforderungen genau zu spezifizieren und präzise zu fassen, die Konstruktion von Testinstrumenten, die die Breite der intendierten Konstrukte adäquat repräsentieren sowie eine angemessene Validierungsstrategie, die neben der Prüfung von Konstrukt-Validität und prädiktiver Validität auch augenscheinlich verwandte Konstrukte wie die emotionale Intelligenz (EI) berücksichtigt.

  • 2005

  • Weis, Susanne; Süß, Heinz-Martin (2005) : Social intelligence - A review and critical disucssion of measurement concepts In: Schulze, Ralf; Roberts, Richard D. (Hg.): Emotional intelligence. An international handbook: Toronto: Hogrefe, S. 203-230

    Abstract: Provides a description of theoretical and empirical approaches to sketch the nature and scope of the social intelligence construct. Detailed attention is given to the empirical investigations of the structure and validity of this construct. Research designs and outcomes of these studies are described along with a classification of the measurement procedures affecting the validity of the studies. The considerations support the assumption that method-related variance can explain a substantial part of the results. Therefore, the application of multitrait-multimethod designs to control for this bias is suggested. In addition, past theoretical and empirical accounts are integrated into a performance model of social intelligence with the main focus on the cognitive facets of the construct: social understanding, social memory, social perception, and social creativity. Some empirical data are provided that supports this model. The chapter concludes by discussing important conceptual and measurement issues for future research: the importance of thoroughly specifying the intended measurement construct and the corresponding task requirements, the construction of tests that reflect the real-life significance of the construct, and a well-considered validation strategy (construct and predictive validity) that also takes related constructs like emotional intelligence into account.

  • Zeng, Shouchui; Sang, Biao (2005): A Review on the Person-Context Interaction Theories.. In: Psychological Science (China) 28 (5), S. 1256-1258

    Abstract: Person-Context Interaction Theories proposed that the person-context system is an integrated, complex and dynamic totality, of which the individual is an active, purposeful part. The role of the context for individual functioning and development, principles in the functioning of the person-context system, and the structures and processes involved in the operation of person and context subsystem were analyzed in detail in these theories. Although these theoretical propositions are difficult to be operationalized, they have far-reaching implications for current psychological theories, methodology and research strategy. (PsycINFO Database Record (c) 2016 APA, all rights reserved)

  • 2003

  • Rohmann, Elke (2003) : Fairness in relationships In: Grau, Ina; Bierhoff, Hans-Werner (Hg.): Sozialpsychologie der Partnerschaft: [mit 19 Tabellen]: Berlin [u.a.]: Springer, S. 315-342

    Abstract: Aus sozialpsychologischer Sicht werden Fragen nach der Fairness in engen Beziehungen diskutiert. Es wird erörtert, warum die Ausgewogenheit des Gebens und Nehmens für die Qualität von sozialen Beziehungen von Bedeutung ist. Hierbei wird insbesondere auf die Equity-Theorie eingegangen, nach der die Qualität einer Sozialbeziehung davon bestimmt wird, wie ausgewogen sie wahrgenommen wird. Die Grundannahmen der Equity-Theorie werden skizziert und auf intime Beziehungen und Partnerschaften angewandt. Hinsichtlich der Erfassung von Equity in Partnerschaften werden Möglichkeiten der globalen bzw. detaillierten Messung sowie methodische Probleme angesprochen. Ergebnisse einer Analyse von 24 Untersuchungen, die die empirische Überprüfung der Vorhersagen der Equity-Theorie zum Gegenstand hatten, werden vorgestellt: Unausgewogenheit wirkte sich ungünstig auf partnerschaftliche Zufriedenheit, das Erleben von positiven Emotionen, Ärger, Intimität und die Bindung an die Partnerschaft aus. Darüber hinaus zeigte sich auch, dass die Relevanz von Equity für das Fortbestehen einer Beziehung weiterhin ungeklärt ist. Abschließend wird als ein besonderer Bereich der Fairness in Partnerschaften die Aufteilung der Hausarbeit thematisiert.

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